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Giftige Raupen befallen Schutzhütte und Kindergarten

Eichenprozessionsspinner in Südlohn

Der Eichenprozessionsspinner hat sich an mehreren Stellen in Südlohn ausgebreitet. Die Gemeinde hat den Kampf gegen die Nester aufgenommen.

Südlohn

, 23.05.2018
Giftige Raupen befallen Schutzhütte und Kindergarten

Die Schutzhütte an der Reithalle war vom Eichenprozessionsspinner befallen und deshalb von Pfingstsonntag bis Mittwochmittag gesperrt. © Bernd Schlusemann

Es ist ein wiederkehrendes Phänomen, aber in diesem Jahr hat es Südlohn besonders hart getroffen. Der Eichenprozessionsspinner hat sich an mehren Stellen in der Gemeinde ausgebreitet. „Letztes Jahr war es relativ wenig“, sagt Stefan Brüggemann vom Bauhof. „Dieses Jahr sind wir ziemlich übersät.“

Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung hatte die Gemeinde am Pfingstsonntag die Schutzhütte an der Reithalle im Sickinghook abgesperrt. Am Mittwochmittag wurden die Gespinste entfernt und die Hütte wieder freigegeben. Die Hütte könne demnach auch wie geplant eine Station bei der Hüttentour am 3. Juni bilden, wie Philipp Ellers von Südlohn Oeding Marketing Information und Touristik mitteilte.

Auch Spielplatz und Grundschule betroffen

Laut Stefan Brüggemann sind auch ein Spielplatz an der Wagnerstraße, der St.-Martin-Kindergarten in Südlohn sowie die Grundschule Oeding und die Sportanlage des FC Oeding betroffen. Die entsprechenden Bereiche seien ebenfalls abgesperrt worden. Um den Kindergarten wolle man sich bevorzugt kümmern, so Brüggemann. Dort sollen die giftigen Gespinste voraussichtlich bis zu diesem Donnerstag entfernt werden.

Giftige Raupen befallen Schutzhütte und Kindergarten

Die Haare der Raupe des Eichenprozessionsspinners enthalten das Gift Thaumetopoein. © picture alliance / Patrick Pleul

Der Eichenprozessionsspinner befällt laut Landesbetrieb Wald und Holz NRW in erster Linie alleinstehende Eichen und Waldränder. Der Falter an sich ist ungefährlich, aber die feinen Haare der Raupe enthalten das Gift Thaumetopoein, das bei Kontakt mit der Haut Juckreiz und Ausschläge auslöst. Auch Husten, Atemnot und allergische Schocks können durch Kontakt mit den Haaren hervorgerufen werden.

Der Bauhof stehe bereits mit einer Fachfirma in Kontakt, so Werner Stödtke. An einigen Stellen wurden erste Nester bereits beseitigt. Aktuell läuft noch die Bestandsaufnahme im gesamten Gemeindegebiet. Voraussichtlich am kommenden Dienstag sollen sämtliche bekannte Nester im Gemeindegebiet von Fachleuten entfernt werden.

Etliche Bäume und Sträucher sind in diesen Tagen von weißen Schleiern überzogen. Diese stammen oft von harmlosen Gespinstmotten, manchmal aber auch von den gesundheitsgefährdenden Eichenprozessionsspinnern. Eichenprozessionsspinner erkennt man daran, dass ihre weißen Gespinste einem Nest ähneln, das am Stamm des Baumes hängt. Die Raupen sind vollständig mit Brennhaaren überzogen und kriechen teilweise in großen Gruppen über die Gehölze. Die Raupen sind erst gelb-braun und werden später grau-blau bis schwarz. Gespinstmotten erkennt man an ihren Nestern. Diese ziehen sich wie ein weißer Schleier über einen gesamten Baum oder Strauch. Zu finden sind sie auf Traubenkirschen, Weißdorn, Pappeln oder Weiden. Die Raupen sind unbehaart und gelblich mit schwarzen Punkten.