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Zebrastreifen weg?

Oeding Das Thema Verkehrssicherheit auf der Winterswyker Straße beschäftigte den Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung - und wird ihn auch im neuen Jahr noch häufiger begleiten, wie Bürgermeister Georg Beckmann feststellte.

27.12.2007

Zebrastreifen weg?

<p>Ob ein Kreisverkehr wie hier in Südlohn eine Option für die Zukunft sein könnte, blieb strittig. Die Ratsmitglieder waren sich nur darüber einig, dass etwas geschehen muss. Herbers</p>

Grund für die erneute Auseinandersetzung um den Fußgängerüberweg an der Kreuzung Fürst-zu-Salm-Horstmar-Straße und Panofen war ein Schreiben des Kreises, das für erhebliche Kontroversen sorgte. Darin wird erklärt, das Gefährdungspotential für Fußgänger könne "auf weniger belastende Weise erheblich reduziert werden", als durch stationäre oder mobile Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen. Möglich hingegen sei das Aufstellen eines so genannten Dialogdisplays, das die gefahrene Geschwindigkeit lediglich anzeigt. Der Vorschlag der Behörde: Zebrastreifen weg. Denn Querungen ohne Vorrang der Fußgänger seien weitaus ungefährlicher als bevorrechtigte Querungen.

Keine Ampel

Eine Fußgängerampel mache laut Landesbetrieb Straßen NRW und Kreis wenig Sinn, da die L558 wegen der geplanten Ortsumgehung in absehbarer Zeit herabgestuft werde - und dann weniger Verkehr zu erwarten sei. Ebenfalls abgelehnt wurde die Markierung als Tempo 30-Zone. "Durch die Umgehung wird die Stelle sicherer - das ist doch ein Witz", erboste sich Josef Schleif (Grüne). Tatsache sei, es handele sich um einen neuralgischen Punkt, an dem 400 Fußgänger und Radfahrer pro Tag die Straße überquerten. "Traurig, wie die Angelegenheit gehandhabt wird angesichts des Durchgangsverkehrs", schloss sich Alfons Sievers (UWG) der Kritik an. Die Umgehungsstraße werde lediglich als Ausrede verwendet. Selber eine Ampelanlage errichten dürfe die Gemeinde nicht, da die L558 Eigentum des Landes sei, hob Bürgermeister Georg Beckmann hervor. Unverständnis auch bei der CDU-Fraktion: "Im Oktober hatten wir repressive Maßnahmen beschlossen. Die können nicht durchgeführt werden? Das ist nicht nachvollziehbar", meinte Aloi s Kahmen, der an Messungen festhielt. Angesichts der geplanten Ortsumgehung eine teure Ampel zu installieren, gehe jedoch zu weit.

Konzept für die Zukunft

Stattdessen solle über ein Konzept für die Zukunft nachgedacht werden - und der Kreuzungsbereich möglicherweise durch einen überfahrbaren Minikreisel umgestaltet werden. "Können wir nicht eine Ampel leasen bis die Umgehungsstraße da ist?" Diese Anregung von Manfred Schmeing bedürfe einer Prüfung, wie Bürgermeister Georg Beckmann meinte. Den Antrag seines Fraktionskollegen Johann Brüning, für sechs Monate eine provisorische Ampel auf Kosten des Landesbetriebs Straßen NRW aufzustellen und während dieser Zeit, das Verhalten von Fußgängern und Radfahrern zu überprüfen, stimmten die Ratsmitglieder bei zehn Enthaltungen und fünf Nein-Stimmen zu. Im nächsten Jahr will man sich weiter mit dem Thema befassen. kh

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