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Syrische Führung sendet widersprüchliche Signale

Kairo/Damaskus (dpa) Angesichts des wachsenden internationalen Drucks auf das syrische Regime, gibt sich Damaskus kompromissbereit. Doch arabische Diplomaten und die syrische Opposition trauen den Friedensangeboten des Regimes von Präsident Baschar al-Assad nicht.

Syrische Führung sendet widersprüchliche Signale

Der syrische Präsident Baschar al-Assad. Foto: Ballesteros

«Wir haben aus Damaskus noch keine Antwort auf unseren Vorschlag für eine Beendigung des Konflikts in Syrien erhalten», hieß es am Mittwoch am Sitz der Arabischen Liga in Kairo, wo am Nachmittag eine Sondersitzung der Außenminister zum Syrien-Konflikt geplant war.

Aus Regierungskreisen in Damaskus verlautete, die syrische Führung habe einige Änderungen an dem Dokument der Liga vorgenommen, das einen Abzug der Armee aus den Städten und die Freilassung aller mutmaßlichen Regimegegner vorsieht. Der stellvertretende Außenminister Faisal Mekdad hatte am Dienstag in einem Interview mit einem russischen Fernsehsender, das auch in Syrien veröffentlicht wurde, erklärt, die Türkei, der Libanon, Jordanien und Saudi-Arabien sollten verhindern, dass «inoffizielle Kreise» aus diesen Ländern Waffen an die «Terroristen» in Syrien liefern.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete, am Dienstag seien in der Nähe von Homs zwei «Terroristen» erschossen worden. Das Staatsfernsehen veröffentlichte zudem «Geständnisse» zweier «Terroristen». Anhänger der Protestbewegung, die seit März für einen Regimewechsel demonstriert, berichteten dagegen, in Homs seien am Mittwochmorgen zwei Zivilisten von Milizionären getötet worden. In der Ortschaft Kafr Laha seien zehn Arbeiter einer kleinen Fabrik von Bewohnern umliegender Dörfer erschossen worden. Einzelheiten zu diesem Vorfall wurden nicht bekannt. Wegen der Medienblockade ist es oft nicht möglich, Berichte aus Syrien zu überprüfen.

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