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Teppich-Tennis: Ohne Qualifikation klar im Nachteil

CASTROP-RAUXEL Adam Barnes, der Australier aus Castrop-Rauxel, nahm Revanche. Er war eigentlich schon auf dem Abstellgleis, doch dann spielte er wie ein ICE. Karin Gaudigs wurde derweil vom Sockel gestoßen und hat jetzt eine neue Konkurrentin in Westfalen. Über diese beiden sowie Ron Hinzmann, Dieter Fernow, Stephan Pade und ihre Erlebnisse am Wochenende berichten wir heute - augenzwinkernd auf der Außenbahn.

von Von Carsten Loos und Jens Lukas

, 17.12.2007

Adam Barnes vom TC GW Frohlinde, frisch gebackener Hallen-Westfalenmeister der Tennis-Herren 30, hatte womöglich die richtige Motivation aus der jüngsten Vergangenheit gezogen. Barnes, Australier von Nationalität, aber inzwischen als so genannter Tennis-Deutscher den heimischen Spielern gleich gestellt, war nämlich bei den Westfalenmeisterschaften im Sommer von der damals neuen Sportwartin des Westfälischen Tennis-Verbandes (WTV) kurzerhand ausgebootet worden. Eine Missachtung, für die er sich nun auf sportlichem Wege deutlich revanchierte. Die neue Sportwartin, berichtete der GW-Sportwart Ulrich Viefhaus, sei übrigens zu einem Verbands-Meeting am Rande der Meisterschaften nicht gekommen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Karin Gaudigs, Damen 40-Westfalenmeisterin 2006 vom RV Rauxel und TC Castrop 06, hat in den letzten Jahren das westfälische Tennis in ihrer Altersklasse dominiert. Eben bis zum Hallenfinale in Werne, das sie jetzt deutlich gegen Natalja Harina-Beckmann vom TC Herford verlor.

Eine schwere Konkurrentin sei ihr jetzt erwachsen, räumte Karin Gaudigs ein. Als sie selbst zuletzt Westfalenmeisterin wurde, "war Natalja Harina-Beckmann noch keine 40 Jahre alt".

Ron Hinzmann, Tennisspieler vom RV Rauxel, musste nun schon zum dritten Mal in Folge im Achtelfinale der Herren-Hauptrunde bei den Hallen-Westfalenmeisterschaften die Segel streichen. Jedes Mal nach einem Freilos in der ersten Runde.

Immerhin, der junge Spieler von der Wartburginsel scheint nur allzu genau zu wissen, woran es bei ihm bei diesen Titelkämpfen hapert. Die Gegner waren durchweg Qualifikanten gewesen und konnten sich in der Vorrunde gut auf Halle, Teppich-Bodenbelag und tatenlosen Hinzmann einstellen. Merke: Nachteil für Hauptfeld gesetzt, Vorteil Qualifikation.

Dieter Fernow, Trainer des Korfball-Regionalligisten KV Adler Rauxel, blieb der Schreck im Halse stecken, als jetzt, während des Gastspiels beim bisherigen Verfolger TuS Schildgen, der Routinier Stefan Strunk schon nach 20 Minuten vom Feld musste mit Verdacht auf einen gebrochenen Finger.

"Das stört unsere Vorbereitung auf den Eurocup empfindlich", ärgerte sich der Coach. Vier Wochen vor dem Kräftemessen von acht europäischen Landesmeistern in Lissabon (Portugal) läuft ansonsten alles in gewohnten Bahnen: selbst der übliche Halt auf dem Rückweg von Auswärtsspielen an einer stadtbekannten Imbissstation.

Stephan Pade, Trainer der Landesliga-Handballer im TuS Ickern, greift für die Zeit bis zum nächsten Pflichtspiel im neuen Jahr zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.

Der Coach will das Verletzungspech in seiner Mannschaft, das bereits seit der Vorbereitungsphase im Sommer den Ickernern anhängt, entgegenwirken. Pade: "Ich lasse von meinem Betreuer eine Rund-Mail schreiben, dass keiner der Spieler den Weihnachtsbraten anschneiden soll; sonst passiert da ja auch noch was!"

   

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