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„The Polaroid Project“ in Hamburg

Hamburg. Der Markenname Polaroid wurde einst zum Synonym für das Sofortbild. Eine Ausstellung in Hamburg zeigt analoge Unikate vom handlichen Format bis zum Großpolaroid.

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„Self-Portrait“ (2015) und „Hillary Rodham Clinton“ (r, 1999) von Chuck Close. Foto: Daniel Reinhardt

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„The Red and the Black“ (1984) von Barbara Crane. Foto: Daniel Reinhardt

Das „Phänomen Polaroid“ in der digitalen Bilderflut ins Licht gerückt: Eine Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe widmet sich von Freitag (16. März) an dem Medium der Sofortbildfotografie.

Die Schau „The Polaroid Project“ legt den Schwerpunkt auf die 1980er und 1990er Jahre. „Mit rund 240 Werken von 120 Künstlern beleuchtet sie das ästhetische Spektrum der Sofortbildfotografie und stellt mit 87 Kameramodellen und Prototypen jene innovative Technik vor, die diese visuelle Revolution überhaupt erst ermöglichte“, hieß es in einer Mitteilung.

Künstler wie Andy Warhol (1928-1987) nutzten die Kameras von Polaroid, der Markenname wurde zum Synonym für das schnelle Foto ohne Dunkelkammer. Warhol etwa lichtete berühmte Persönlichkeiten ab und nahm die Polaroids als Vorlagen für seine Bilder oder fotografierte sich selbst im Spiegel. Von Gründung an arbeitete das Unternehmen eng mit Fotografen und Künstlern zusammen und stellte der Kunst- und Fotoszene Filmmaterial sowie Kameras zur Verfügung, wie das Museum in Hamburg erinnerte.

Der Austausch zwischen Kunst und Unternehmen bildete die Grundlage für die legendäre Polaroid Collection. Erstmals nach deren Auflösung 2009 vereine „The Polaroid Project“ in einer Ausstellung Werke aus dem amerikanischen und dem europäischen Teil der Sammlung. Zu sehen war die Schau bereits in Wien, in Hamburg läuft sie bis zum 17. Juni. Weitere Stationen sind Berlin, Singapur, Montreal und Cambridge (Massachusetts).

„The Polaroid Project“ widme sich unterschiedlichen künstlerischen Herangehensweisen und Temperamenten ebenso wie Vielfalt und Charakteristik von Material und Technik des Polaroids, hieß es. Zu sehen seien aufwendig für Großbildkameras in Szene gesetzte Stillleben und Porträts ebenso wie kleine, handliche Formate mit Ausschnitten aus dem Alltag. Von Ansel Adams bis Warhol reichten die gezeigten Polaroids.

„Der aktuelle Hype um Polaroid-Apps für Smartphones und die wieder auf den Markt gebrachten Sofortbildkameras zeigen die anhaltende Popularität des Mediums“, hieß es. „In der digitalen Bilderflut hat sich jedoch die Einzigartigkeit des Polaroids in ihrem Charakter zu einem Gegenentwurf gewandelt: Mit der Aufnahme eines einmaligen Moments oder eines sozialen Ereignisses hält man ein analoges Unikat in der Hand und wartet mit Spannung und Vorfreude darauf, dass das Bild wie von Zauberhand langsam erscheint.“

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„Self-Portrait“ (2015) und „Hillary Rodham Clinton“ (r, 1999) von Chuck Close. Foto: Daniel Reinhardt

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„The Red and the Black“ (1984) von Barbara Crane. Foto: Daniel Reinhardt

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