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Tragischer Held im Spiel

Vreden Wenn die Rolle des "tragischen Helden" neu zu vergeben wäre, hätte Tobias Sumelka die besten Chancen auf eine Verpflichtung: Nach seinem fulminanten Freistoß-Führungstreffer verursachte er in der 93. Minute einen Strafstoß, den RW Erlinghausen zum 1:1-Endstand nutzte.

Das gestrige Heimspiel der SpVg Vreden war nichts für schwache Gemüter: 92 Minuten lang sahen die Gastgeber nach sieben Niederlagen in Serie endlich wieder als Sieger aus, als dem Routinier Sumelka der unverzeihliche Fehler im eigenen Strafraum unterlief. Sebastian Grieneisen "bedankte" sich für RW Erlinghausen mit einem knallhart verwandelten Strafstoß zum 1:1.

Dabei war der erste Heimsieg der Saison - seit dem 10. Dezember 2006 und dem 2:1-Erfolg gegen Pr. Münster II wartete der SpVg-Anhang auf ein Erfolgerlebnis im Hamalandstadion - zum Greifen nahe. Und er wäre hoch verdient gewesen. Denn die Vredener gewannen von Minute zu Minute an Selbstsicherheit zurück, je länger ihnen der Gegner (dieses Mal) keinen Gegentreffer einschenkte. Zwar blieben Unsicherheiten und technische Mängel weiterhin sichtbar, doch die Erlinghausener boten kaum Anlass, dass sich die Anhänger zu große Sorgen um die zuletzt gebeutelte SpVg machen mussten.

Sven Elsbeck mit einem spektakulären Flugkopfball nach einer Maßflanke von Jörg Bengfort (30.) und Mike Möllensieps 20-Meter-Schuss (44.) wurden Beute des RW-Keepers Frank Simon. Der aber war völlig machtlos, als Tobias Sumelka seinen Freistoß aus 25 Metern um die RW-Mauer ins rechte obere Toreck zirkelte: Der Jubellauf der Vredener Kicker kannte kaum Grenzen.

Dirk Meierhow (64.) und Mike Möllensiep (70.) verpassten die Resultatserhöhung, ehe Schiedsrichter Kilian Gochermann (Bochum) zunächst die "Zange" gegen Meierhow im RW-Strafraum (72.) und später die Attacke gegen Möllensiep ebendort (80.) "übersah": In beiden Fällen reklamierten die Vredener auf Strafstoß. Trainer Ingo Schlösser so vehement, dass er hinter die Bande geschickt wurde.

Auf der anderen Seite aber ertönte der Schiri-Pfiff nach der "Dummheit" von Sumelka in der Nachspielzeit: Elfmeter und Tor für RW. bml

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