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Trainer Baer verlässt Ahaus nach Differenzen

Maidy Dogs

Ohne seinen bisherigen Trainer Michael Baer absolviert Zweitligist Ahauser Maidy Dogs die restlichen sechs Partien. Offenbar hatte es zuletzt Differenzen zwischen Trainer und Mannschaft gegeben.

AHAUS

von Sascha Keirat

, 19.06.2018
Trainer Baer verlässt Ahaus nach Differenzen

Schon das Heimspiel am Sonntag gegen die Red Devils Berlin bestritten die Maidy Dogs ohne Trainer. Ehe ein Nachfolger für Michael Baer gefunden ist, leitet der verletzte Spieler Maximilian Hahn die Geschicke des Teams. © Sascha Keirat

Das war ein recht kurzes Engagement: Nach neun Begegnungen in der 2. Bundesliga Nord hat Michael Baer die Ahauser Maidy Dogs verlassen. Schon am Sonntag beim 5:6 nach Penaltyschießen gegen die Berlin Red Devils stand Baer nicht mehr an der Bande. Interimsweise übernimmt der aktuell verletzte Spieler Maximilian Hahn den Trainerjob.

Baer: „So macht es keinen Sinn“

Als Hauptgrund für seinen Entschluss nannte Michael Baer das teilweise mangelnde Engagement seiner Spieler. „Ich bereite mich auf jedes Spiel und jedes Training vernünftig vor. Ich denke, das kann ich in der zweiten Liga auch von meinen Spielern erwarten“, sagte Baer. Oftmals hätten Akteure sich verspätet oder von Trainingseinheiten wie Spielen abgemeldet. „Ich bin jetzt monatelang von Köln nach Ahaus und zurück gefahren, was den Verein Geld und mich viel Zeit gekostet hat. Wenn die Spieler aber nur ein bisschen zocken wollen, macht es für mich keinen Sinn mehr, diese Zeit zu investieren und an der Bande zu stehen.“

Diese Aussagen kann der Ahauser Kapitän, Stefan Schlettert, überhaupt nicht nachvollziehen und weist sie zurück. „Sicher gibt es bei uns ein, zwei Spieler, die die Sache etwas lockerer nehmen. Aber nicht zuletzt unsere gute Leistung am Sonntag gegen Berlin hat gezeigt, dass wir alle mit Herzblut für unseren Sport bei der Sache sind.“

Vielmehr sieht Schlettert den Grund der Trennung in unterschiedlichen Ansichten zwischen Trainer und Spielern, was Taktik und Aufstellung angeht. „Wir waren zuletzt schon sehr unzufrieden und haben das dem Trainer auch gesagt. Ich kann mir vorstellen, dass ihm das sauer aufgestoßen ist.“

Sportlich nicht schlecht

Sportlich gesehen ist die Saison für die Maidy Dogs bislang gar nicht schlecht gelaufen. Als Tabellenfünfter mit ausgeglichener Bilanz schnuppern die Ahauser derzeit an den Play-Off-Plätzen. Jedoch stand auch im Spiel am vergangenen Sonntag nur ein schmaler Kader zur Verfügung. Lars Schellerhoff trainiert derzeit wieder, Joschka Vortkamp und Maximilian Hahn müssen weiterhin Verletzungen auskurieren.

Hahn wird mit Unterstützung von Stefan Schlettert das Team leiten. Für den Kapitän eine gute Übergangslösung: „Max hat einen Trainerschein und schon mehrere Jugendteams erfolgreich gecoacht. Er wird das sicher gut machen, bis ein neuer Trainer gefunden ist.“