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Trainer Olaf Muschal tritt zurück - Peter Lodde übernimmt

VfL Schwerte

SCHWERTE Paukenschlag beim VfL Schwerte: Olaf Muschal ist als Trainer des abstiegsgefährdeten Westfalenligisten zurückgetreten. Sein Nachfolger ist Peter Lodde, der am Dienstagabend schon sein erstes Training leiten wird.

von Von Michael Dötsch

, 20.04.2010
Trainer Olaf Muschal tritt zurück - Peter Lodde übernimmt

Peter Lodde ist ab sofort wieder Trainer des VfL Schwerte.

"Der Stress ist letztlich zu groß geworden. Ich konnte zuletzt nicht immer hundertprozentig bei der Sache sein, was aber in unserer sportlichen Situation unbedingt erforderlich ist. Vielleicht rüttelt ja ein anderer Trainer die Mannschaft nochmal wach", begründete Muschal seinen Rücktritt hauptsächlich mit persönlichen Gründen. Er hatte vor wenigen Wochen zwei kurz aufeinander folgende Todesfälle im engsten Familienkreis zu verkraften - dass dies seine die Konzentration auf den Trainerjob belastete, versteht sich fast von selbst.

Auch Co Axel Knicker macht Schluss Muschal, der sich Dienstag Abend offiziell von der Mannschaft verabschiedete, geht also nicht im Unfrieden. Ebenso wenig wie Co-Trainer Axel Knicker, der aus Loyalität zu Muschal ebenfalls Schluss macht. "Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Schließlich haben wir alle Entscheidungen im Trainerteam gefällt", so Knicker. Der andere Co-Trainer, "Shorty" Klang, wird dagegen wohl zumindest als Physiotherapeut weitermachen.

Muschal, mit dem es eigentlich auch im Falle eines Abstiegs hätte weitergehen sollen, bedankte sich ausdrücklich bei den Vereinsverantwortlichen, dass sie ihm die Chance als Westfalenliga-Trainer gegeben haben. "Mein Dank geht vor allem an Kiki Kneuper, der sehr viel für mich getan hat", so Muschal.

Kneuper seinerseits kommentierte die Entwicklung so: "Ich bedaure Olaf Muschal Entscheidung außerordentlich, habe aber vollstes Verständnis."Lodde ist eigentlich kein "Feuerwehrmann"

Nun soll´s also Peter Lodde richten, unterstützt von Marco Schink, einem weiteren Ex-Coach. Ihn konnte Peter Lodde für den Job des Co-Trainers bis zum Saisonende gewinnen. Lodde fiel die Entscheidung für eine Rückkehr auf die Trainerbank alles andere als leicht. "Aus beruflichen Gründen kann ich das eigentlich gar nicht. Und der Trainertyp eines Feuerwehrmannes bin ich absolut nicht", sagt der 49-jährige Rechtsanwalt über sich selbst.

Und trotzdem hat er nun sein Ja-Wort gegeben - aus Verbundenheit zum Verein, den er viele Jahre trainierte und für den er anschließend auch als sportlicher Leiter tätig war. Einen offiziellen Posten hatte Lodde beim VfL zuletzt nicht mehr, doch als starker Mann im Hintergrund war Lodde immer für den VfL aktiv.

Dass die übernommene Aufgabe ganz sicher kein sportliches Zuckerschlecken wird, weiß Lodde ganz genau. "Eigentlich sind wir klinisch tot, aber Totgesagte leben ja bekanntlich länger", sagt Lodde. Er hält das Potenzial der Mannschaft übrigens für groß genug, um den Klassenerhalt schaffen zu können. Seine Einschätzung: "Die Substanz der Mannschaft ist groß genug. Jetzt müssen wir nur sehen, wieviel von dieser Substanz wir auf die Schnelle abrufen können."

Einen Artikel zu Peter Loddes bisherigen Funktionen und Ämtern beim VfL und einen Kommentar zum Trainerwechsel lesen Sie in der Mittwochsausgabe (21. April) der Schwerter Ruhr Nachrichten.