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Trainer-Stimmen zum Fall Bülskämper: Bewusst Vorteil verschafft

KREISGEBIET Auch zwei Tage nach der Entscheidung der Fußballspruchkammer vom 3. März schlagen die drastischen Strafen für den FC Nordkirchen und dessen Spielertrainer Ralf Bülskämper hohe Wellen. Wir baten die Trainer im Kreisgebiet, Stellung zum Fall Bülskämper zu nehmen.

von Von Kevin Kohues

, 05.03.2008

Klaus Ruhoff, Trainer von GW Selm, sprach auf Anfrage unserer Zeitung aus, was viele denken: "Wenn der FC Nordkirchen die Rote Karte bewusst vertuscht hat, um sich einen Vorteil zu verschaffen, ist das Wettbewerbsverzerrung. Dann begrüße ich die Entscheidung, dass so hart durchgegriffen wurde."

Sein Kollege Frank Bidar vom BV Selm sprach von einem "harten Urteil", wollte sich zu der Berechtigung der Strafe aber nicht weiter äußern.

Leidtragender der diversen Beschlüsse ist neben dem FC Nordkirchen auch die Reserve des SV Südkirchen. Dadurch, dass Union Lüdinghausen II und Westfalia Wethmar je drei Punkte dazubekommen, beträgt der Rückstand der Südkirchener auf Lüdinghausen nun sechs und auf Wethmar sogar zehn Zähler.

SVS-Trainer Christian Nölken: "Für uns ist das sicher ein ungünstiges Urteil. Aber unsere Situation ändert sich dadurch nicht gravierend. Wir müssen trotzdem gegen alle Mannschaften, die unten stehen, unsere Punkte holen."

"Wenn der Schiedsrichter bedrängt wurde, ist das nicht in Ordnung"

Weniger Verständnis für das Urteil äußerte PSV Borks Coach Jens Kalpein: "Ich weiß zwar keine Interna, halte die Strafe in dieser Höhe aber für ungerechtfertigt, weil sie wettbewerbsverzerrend und meisterschaftsentscheidend ist." Er habe Ralf Bülskämper nie als unfairen Sportsmann erlebt. Gleichwohl machte Kalpein deutlich: "Wenn der Schiedsrichter bedrängt wurde, ist das natürlich auch nicht in Ordnung."

In einem Punkt waren sich die befragten Trainer übrigens alle einig. Dazu stellvertretend Wolfgang Rödiger (SuS Olfen): "Die Meisterschaft ist nach diesem Urteil entschieden - Gratulation an Fortuna Seppenrade."  

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