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Trotz Flaute: Leverkusen glaubt weiter an Champions League

Bremen. Vor ein paar Wochen schien die Champions-League-Teilnahme für Bayer Leverkusen bereits fix zu sein. Doch im Bundesliga-Schlussspurt schwächelt die Offensive. Ein ehemaliger Torjäger gibt sich aber als Optimist.

Trotz Flaute: Leverkusen glaubt weiter an Champions League

Bayers Leverkusens Kai Havertz liegt nach Spielende in Bremen auf dem Rasen. Foto: Carmen Jaspersen

Rudi Völler sprach ganz ruhig und sachlich. Obwohl Leverkusen im Kampf um den Einzug in die Champions League einen Big Point vergeben hatte, sah der Bayer-Sportchef keinen Anlass für eine seiner berühmt-berüchtigten Wutreden.

Ganz im Gegenteil. Völler verließ das Bremer Weserstadion sogar mit einem guten Gefühl. „Unsere Situation ist jetzt besser als vor dem Spiel“, sagte Völler nach dem 0:0 bei Werder Bremen am Samstag. Weil parallel Dortmund gegen Mainz und Hoffenheim in Stuttgart patzten, haben die Leverkusener weiter eine Chance auf die Königsklassen-Teilnahme. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es noch schaffen“, sagte Völler.

Dafür müssen die Rheinländer langsam aber mal wieder das Tor treffen. Seit drei Spielen sind die Rheinländer nun schon ohne Treffer. Die Euphorie nach den beiden glanzvollen 4:1-Siegen in Leipzig und gegen Frankfurt ist wieder verflogen. „Es wäre mir lieber, wenn eines der Tore gegen Leipzig oder Frankfurt heute reingegangen wäre“, sagte Bayer-Coach Heiko Herrlich.

Doch wirklich viele Chancen erspielten sich die Leverkusener gegen die heimstarken Bremer nicht. Zwar agierten die Gäste überlegen, die letzte Konsequenz fehlte aber. „Wir haben es nicht genutzt“, sagte Nationalspieler Julian Brandt, dessen Gemütslage deutlich schlechter war als die von Völler.

Denn mit einem Dreier an der Weser hätte Leverkusen an Hoffenheim vorbeiziehen können. Dann hätte am letzten Spieltag gegen Hannover 96 ein einfacher Sieg genügt. So aber muss Bayer mindestens fünf Tore Differenz gutmachen, um ganz sicher entweder Hoffenheim oder Dortmund abzufangen, die am 34. Spieltag aufeinandertreffen. „Wir sollten zusehen, dass wir vorne wieder ein paar Buden machen“, sagte Brandt, „am besten 15 Stück oder so.“

Daran dürfte jedoch selbst der optimistische Völler nicht glauben, zumal Nationalstürmer Kevin Volland gesperrt fehlen wird. Dass es mit dem Sprung unter die Top 4 aber noch klappt, daran ließ der Weltmeister von 1990 keine Zweifel. „Wir werden volle Kanne powern, bekommen zudem noch ein paar Spieler zurück. Dann haben wir sehr gute Chancen, dass wir in der Champions League dabei sind.“ Völler sah Bayer sogar als Gewinner aus dem Trio Dortmund, Hoffenheim und Leverkusen. „Stell dir vor, wir hätten alle drei gewonnen“, sagte Völler, „das wäre schlechter gewesen“.

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