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Türkei-Wahl geht in NRW zu Ende

Kann Erdogan die Präsidenten- und Parlamentswahl für sich entscheiden? Das hängt auch von den Wählern in NRW ab. Nun endet die Möglichkeit zur Stimmabgabe in Deutschland.

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Istanbul/Essen

, 19.06.2018

Rund 500 000 Türken in Nordrhein-Westfalen haben heute zum letzten Mal die Gelegenheit, in Deutschland ihre Stimme für die türkische Parlaments- und Präsidentenwahlen abzugeben. In NRW ist eine Stimmabgabe in Düsseldorf, Essen, Köln/Hürth und Münster möglich.

Bislang zeichnet sich unter den in NRW lebenden Türken eine vergleichsweise hohe Wahlbeteiligung ab. Im Einzugsbereich des Konsulats Essen lag die Beteiligung mit 54,5 Prozent bundesweit am höchsten, wie aus Statistiken der Wahlkommission vom Montag hervorgeht. In Köln hatten 45,5 Prozent und in Düsseldorf 45,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. In Münster blieb die Wahlbeteiligung mit bislang 23,9 Prozent allerdings schwach. Insgesamt hatten bis Sonntag 40,7 Prozent der in Deutschland registrierten Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. In der Türkei wird am 24. Juni gewählt.

Die Wahlen sind von außerordentlicher Bedeutung. Mit ihnen soll die von Präsident Recep Tayyip Erdogan betriebene Einführung des Präsidialsystems abgeschlossen werden, das den Staatspräsidenten mit deutlich mehr Macht ausstattet.