Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie

Türkische Gemeinde: Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit

Berlin/Solingen. Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) hat zum 25. Jahrestag des Brandanschlags von Solingen ein breites Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit angemahnt. „Rechtspopulistische Argumente bestimmen mittlerweile wieder den öffentlichen Diskurs, wenn es um Flucht und Migration geht“, sagte der TGD-Vorsitzende Gökay Sofuoglu am Dienstag in Berlin. Raushalten und Schweigen sei zu wenig. Man habe Mevlüde Genc (75), die bei dem rechtsextremen Anschlag zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte verloren hat, offenbar „nie richtig zugehört“. Sie hatte schon kurz nach dem Anschlag zu Versöhnung und Freundschaft aufgerufen.

Türkische Gemeinde: Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit

Atila Karabörklü (M) und Gökay Sofuoglu (r) legen einen Kranz am Gedenkstein für Opfer rechter Gewalt ab. Foto: Uwe Zucchi/Archiv

Angesichts der NSU-Morde, der Angriffe auf Flüchtlingsheime und teilweise rassistischer Debatten über Flucht und Migration sei das Gedenken in Solingen wichtiger denn je, sagte Sofuoglu. Es gebe einen Zusammenhang zwischen den Anschlägen von Hoyerswerda, Rostock, Mölln und Solingen in den 90er Jahren und den Morden des NSU. Dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ werden zehn Morde zwischen 200 und 2007 zur Last gelegt, acht Opfer waren türkischstämmig.

Anzeige
Anzeige