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Türkischer Außenminister: Keine ausgrenzenden Botschaften

Düsseldorf. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat 25 Jahre nach dem ausländerfeindlichen Brandanschlag von Solingen dazu aufgerufen, weiter an der Integration zu arbeiten. Zugleich wandte er sich am Dienstag bei einer Gedenkveranstaltung in der Staatskanzlei in Düsseldorf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Politik rief Cavusoglu auf, „ausgrenzende Botschaften“ zu unterlassen.

Türkischer Außenminister: Keine ausgrenzenden Botschaften

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Einziger Grund seiner Teilnahme an der Gedenkveranstaltung sei es, eine gemeinsame Botschaft des Zusammenhaltes auszusenden, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, sagte der türkische Außenminister nach einer Übersetzung des Senders „Phoenix“. Er wies zudem auf die „Mordserie“ der rechten Terrorgruppe NSU hin und sprach sich dafür aus, dass die Hintergründe insgesamt ausgeleuchtet werden.

In der Nacht des 29. Mai 1993 hatten vier rechtsradikale Männer das Haus der türkischstämmigen Familie Genc in Nordrhein-Westfalen angezündet. Fünf Frauen und Mädchen starben. In Solingen erwartete die Stadt am Nachmittag (16.00 Uhr) mehrere Tausend Teilnehmer zur Gedenkfeier am zentralen Mahnmal vor einer Schule.

Der Brandanschlag gilt als eines der schwersten ausländerfeindlichen Verbrechen in der Geschichte der Bundesrepublik und löste weltweites Entsetzen aus. Mevlüde Genc hatte bereits kurz nach dem Anschlag zu friedlichem Miteinander und Versöhnung aufgerufen, was ihr höchsten Respekt einbrachte.

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