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Übernahme von Schieder-Töchtern: 500 Arbeitsplätze gerettet

BENDERN/LÜBBECKE Rettung für 500 Arbeitsplätze: Einen Tag nach dem Bekanntwerden des Verkaufs von Teilen des insolventen Möbelriesen Schieder haben auch zwei polnische Schieder-Töchter einen Käufer gefunden.

Übernahme von Schieder-Töchtern: 500 Arbeitsplätze gerettet

Schieder war einst der größte Möbelhersteller Europas.

MCA-Agentur, Polstermöbelanbieter mit Sitz in Bendern in Liechtenstein, übernehme die polnischen Polsterspezialisten NOVA „E“ und TOP SOFA Oborniki, teilte Schieder am Dienstag mit. Damit seien gut 500 Arbeitsplätze gerettet.

Investor und Kunstmäzen Nicolas Berggruen

Zudem werde MCA Vermögenswerte und Modellrechte der Collection E in Lübbecke bei Minden übernehmen. Zuvor war die Übernahme der Beteiligungen IMS (Liechtenstein) und SEH (Österreich) durch den Investor und Kunstmäzen Nicolas Berggruen bekannt geworden. 

MCA will Unternehmen mit bisherigem Personal weiterführen

MCA habe bestätigt, die Unternehmen mit dem bisherigen Personal weiterführen zu wollen. „Wir sind höchst befriedigt, mit MCA ein in der Branche bestens ausgewiesenes Unternehmen für die Weiterführung eines bedeutenden Teils der Polsteraktivitäten der Schieder Gruppe gewonnen zu haben“, sagte Insolvenzverwalterin Claudia Jansen. Dies bedeute „interessante Zukunftsperspektiven“ für die Mitarbeiter. MCA- Geschäftsführer Peter Gschwend kündigte an, sein Unternehmen werde künftig Sofas auf allen europäischen Märkten anbieten. MCA zähle mit nun 1600 Mitarbeitern und einer Jahresproduktion von rund einer Million Sofas zu den führenden Anbietern Europas.  

Schaffung eines bedeutenden Akteurs im europäischen Möbelmarkt

Berggruen, Sohn des Berliner Kunstsammlers Heinz Berggruen, will nach eigenen Angaben mit der Übernahme von IMS und SEH „einen bedeutenden Akteur im europäischen Möbelmarkt“ schaffen. Die früheren Schieder-Töchter erwirtschaften einen Umsatz von gut 250 Millionen Euro und beschäftigen 3500 von 11000 Mitarbeitern des einst größten Möbelherstellers Europas.   

  Schieder war nach Bilanzmanipulationen ins Trudeln geraten. Das frühere Management soll Bilanzen geschönt haben, um sich Kredite über 283 Millionen Euro zu erschleichen. Vier Ex-Manager kamen in Untersuchungshaft, zwei davon - darunter Schieder-Gründer Rolf Demuth - sitzen seit inzwischen knapp vier Monaten hinter Gittern.

    

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