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Umfrage: Raues Klima an Schulen, viel Gewalt gegen Lehrer

Düsseldorf. Drohen, beleidigen - und dann der Faustschlag: An jeder dritten Schule in Nordrhein-Westfalen sind Lehrer in den vergangenen fünf Jahren schon einmal Opfer körperlicher Gewalt geworden. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage unter 252 Leitungen aller allgemeinbildenden Schulformen hervor, die der Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) am Mittwoch in Düsseldorf vorstellte.

„Das fängt mit Schubsen an und geht bis zu tätlichen Angriffen wie Faustschlägen und Tritten“, sagte der NRW-Landesvorsitzende Stefan Behlau. Von körperlichen Übergriffen gegen Lehrer an ihrer Schule berichteten demnach 35 Prozent der Schulleitungen. Das waren fast zehn Prozentpunkte mehr als der Bundesdurchschnitt.

Über psychische Gewalt gegen Lehrer wie Mobben, Bedrohen und Beschimpfen klagten die Leitungen jeder zweiten Schule. Hier liegt NRW mit 55 Prozent ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt (48 Prozent). Die Gewalt gehe sowohl von Schülern als auch von Eltern aus. Übergriffe gegen Lehrer gebe es an jeder Art von Schule - auch an Gymnasien.

„Der Ton ist in der Gesellschaft insgesamt rauer geworden - dementsprechend auch in den Schulen“, sagte Behlau. Um eine sachliche Diskussion führen zu können und „gefühlten Wahrheiten keinen Platz zu bieten“, seien aber konkrete Statistiken nötig.

Der VBE forderte mehr Rückendeckung durch die Schulaufsichten und durch das Schulministerium, um Gewalt gegen Lehrer zu verhindern. Die Landesregierung müsse Personal auch für Schulsoziarbeit aufstocken.

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