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"Uns wird nicht langweilig"

RAUXEL/SCHWERIN Im sechsten Spiel der laufenden Bezirksliga-Saison haben die Handballer der HSG Rauxel-Schwerin am vergangenen Wochenende den ersten Sieg (31:28 gegen Erkenschwick) eingefahren. Jörg Laumann sprach mit Trainer Dirk Rogalla über die Stimmungslage nach diesem Erfolgserlebnis.

von Von Jörg Laumann

, 25.10.2007
"Uns wird nicht langweilig"

Trainer Dirk Rogalla von der HSG.

Die HSG hat erstmals in dieser Saison gewonnen. Ist jetzt der Knoten geplatzt? Rogalla: Man muss natürlich auch die Ausgangssituation betrachten. Nachdem wir in den vergangenen Wochen zahlreiche Ausfälle zu verkraften hatten, stand gegen Erkenschwick fast der komplette Kader zur Verfügung. Dies führt zu mehr Qualität im Spiel und erhöht dementsprechend die Chancen auf einen Sieg.

Führen Sie denn Erfolg denn ausschließlich auf die Personalsituation zurück? Rogalla: Es kommen viele Bausteine zusammen. Die verbesserte Personalsituation ist ein Teil davon. Wir haben uns aber zum Beispiel auch in der Deckungsarbeit verbessert präsentiert und in der Offensive 31 Tore erzielt. Dies ist uns noch in keinem Spiel zuvor gelungen.Wichtiger SpielerNach wie vor fehlt Michael Scholz nach seinem Daumenbruch. Wie schreitet seine Genesung voran?Rogalla: Er wird uns wohl erst in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen. Michael ist ein sehr wichtiger Spieler, der auch Erfahrung aus höheren Spielklassen mitbringt. Seine Rückkehr wird die Mannschaft weiter stärken, vor allem in der Defensive.Gab es aus den zurückliegenden, schwierigen Wochen auch positive Erkenntnisse, zum Beispiel die starken Auftritte einer junger Spieler?Rogalla: Es hatte sich schon in der Vorbereitungsphase angedeutet, dass wir einige starke A-Jugendspieler zur Verfügung haben. Rafael Gebert hat sich zuletzt in den Stamm der ersten Mannschaft vorgespielt. Bemerkenswert im Spiel gegen Erkenschwick war vor allem seine Trefferquote mit sechs Toren bei sechs Versuchen. So soll es sein. Auch die Leistungen von jungen Akteuren wie Felix Zimmer und Torwart Arne Wenzel-Busch, der gerade sein erstes Spiel von Beginn an in der ersten Mannschaft absolviert hat, haben mich natürlich sehr gefreut. In Daniel Pavlakovik steht ein weiterer vielversprechender Keeper in den Startlöchern.

Sehe das gelassen Wie groß sind die Bedenken, dass solche Talente schon bald von höherklassigen Vereinen abgeworben werden könnten? Rogalla: Ich persönlich sehe das gelassen. In der Vergangenheit habe ich junge Spieler, die solche Möglichkeiten hatten, immer unterstützt. Grundsätzlich würde ich von einem Wechsel innerhalb der Spielklasse oder nur eine Liga höher abraten. Wer aber als Jugendlicher die Chance bekommt, sich auf einer anderen spielerischen Ebene zu präsentieren, dem sollte man als Verein auch keine Steine in den Weg legen.Wo sehen Sie bei Ihrem Team weiteren Verbesserungsbedarf?Rogalla: Wir decken im Training alles ab. Es gibt in jedem Bereich etwas zu tun. Die Stärkung der individuellen Fähigkeiten ist ebenso wichtig wie die taktische Schulung in Kleingruppen oder das Einstudieren von Spielzügen. Uns wird mit Sicherheit nicht langweilig.Werden Sie mit diesem Kader den Klassenverbleib schaffen, oder sind Verstärkungen zur Rückrunde angedacht?Rogalla: Ich bin davon überzeugt, dass meine Mannschaft in dieser Zusammensetzung das Saisonziel erreichen kann. Es ist auch sicherlich nicht die Philosophie der HSG Rauxel-Schwerin, Leute zusammenzukaufen. Andererseits würden wir uns sicherlich nicht verschließen, wenn ein interessanter Spieler die Absicht hätte, zu uns zu kommen.Am Wochenende treten Sie bei der HSG Gevelsberg/Silschede II, einem unmittelbaren Tabellennachbarn an. Wie ist die Zielsetzung für das Spiel?Rogalla: Den zehnten Platz der Gevelsberger muss man relativ betrachten. Zuletzt hat die Mannschaft zwei Mal in Folge gewonnen, davor vier denkbar knappe Niederlagen kassiert. Unsere Zielsetzung lautet aber wie immer, dieses Spiel zu gewinnen. Wenn man ein anderes Ziel hat, braucht man erst gar nicht irgendwo antreten.

Zur Person Dirk Rogalla, 36 Jahre alt, hat selbst mit UHU Herne nur in den unteren Regionen gespielt, war dabei im Rückraum aktiv. Als Trainer schaffte er es bis in die 2. Bundesliga, von 1996 bis 1999 beim VfL Eintracht Hagen. Zuvor betreute er die Jugendteams von Westfalia Herne (1989 bis 1995) sowie in der Saison 1995/96 die beiden Seniorenteams von Westfalia Herne in der Verbands- und Landesliga.

Nach dem Abschied in Hagen kehrte Rogalla der Familie wegen wieder zu seinem Stammverein TV Börnig-Sodingen (Nachfolger von UHU Herne) in die Kreisliga/-klasse (2000 bis 2003) zurück. Von 2003 bis 2005 war der künftige HSG-Trainer im organisatorischen Bereich von Westfalia Herne tätig, kümmerte sich dabei unter anderem um die Sponsoren-Gewinnung. Der Herner ist verheiratet, hat ein Kind und arbeitet im Marketingbereich bei der Straßenbahn Herne-Castrop-Rauxel (HCR).

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