Unterirdisch hart gearbeitet

02.02.2018, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwere Arbeit: Im unterirdischen Kanal der Garwerts Mähre verlegt ein Arbeiter Bewehrungsstahl für ein neues Betonbett. Stadt Stadtlohn

Schwere Arbeit: Im unterirdischen Kanal der Garwerts Mähre verlegt ein Arbeiter Bewehrungsstahl für ein neues Betonbett. Stadt Stadtlohn

Stadtlohn. Unter den Straßen und Häusern in Stadtlohn fließt ein unterirdischer Bach. Er heißt Garwerts Mähre. Bis vor 70 Jahren plätscherte der Bach wie jeder andere Bach „ganz normal“ und oberirdisch durch die Stadt. Dann wurde aber der Platz gebraucht. Der Bach wurde unterirdisch kanalisiert. Der unterirdische Teil der Garwerts Mähre ist über einen Kilometer lang. Erst an der Berkelmühle tritt das Wasser wieder zu Tage. Es fließt aus einem Rohr in die Berkel. Der unterirdische Kanal ist jetzt in die Jahre gekommen. Beton und Kieselsteine bröckelten, Stahlträger rosteten. Acht Monate lang haben fünf Kanalarbeiter Sanierungsarbeiten durchgeführt. Ein 120 Meter langes Teilstück wurde komplettsaniert. Das war eine ziemlich schwierige Arbeit. Da der Kanal nur einen Meter hoch ist, konnten die Arbeiter nur gebückt oder knieend arbeiten. Und die Luft ist in dem engen Kanal auch nicht gut. Darum durften die Arbeiter immer nur 20 Minuten unter der Erde bleiben. Dann mussten sie eine Pause machen. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen. Mit Hilfe einer Roboterkamera haben sich die Verantwortlichen im Rathaus davon überzeugt, dass alles gut geworden ist. 400.000 Euro hat die Kanalsanierung gekostet.