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Unterschriften gegen Windräder

CAPELLE Noch dreht sich nichts. Doch die geplanten Windräder in der Beifang- und Osterbauernschaft wirbeln schon jetzt eine Menge auf.

von Von Arne Niehörster

, 14.12.2007
Unterschriften gegen Windräder

Die Unterschriftenaktion zielt ab auf eine Stärkung der Gesamtschulen.

Vor allem die Anwohner, die sich mit den Stahlriesen nicht anfreunden können. „Abgesehen davon, dass sie nicht wirtschaftlich sind, will ich nicht jeden Morgen auf diese Dinger schauen. Das sorgt nicht gerade für Lebensfreude“, sagt Josef Reckmann. Der Landwirt ist Sprecher der betroffenen Anwohner.

Bau ist rechtens

Und die Interessengemeinschaft hat jetzt dem Bürgermeister 401 Unterschriften übergeben. Mit der klaren Botschaft: Stoppt die Windräder in Capelle. Doch die Bauernschaften bilden zusammen ein Windvorranggebiet, der Bau von bis zu elf Windrädern ist damit rechtens, zumindest bei einer Bauhöhe von 100 Metern. Sauer stoßen bei der Interessengemeinschaft die geplanten Anlagen auf, aber vor allem der neue Betreiber-Antrag von 150 Meter hohen Windkrafträdern. Diese würden teilweise in einer Entfernung von 350 Metern zu den Anliegern in den Himmel ragen. „Wir sprechen hier über Wertverluste.

Rauben Lebensqualität

Die Windräder rauben uns die Lebensqualität, auch die unserer Kinder“, ist Bernd Müller sauer. Der Berufsschullehrer sieht wie viele andere Anlieger seine Altersvorsorge bedroht. Ähnlich geht es Krankenpfleger Berni Hols: „Mit 45 Dezibel liegen die Anlagen genau an der Schallgrenze. Das ist das Geräuschniveau eines Kühlschranks.“ Hoffnung auf „nur“ 100 Meter gibt es für die Anlieger, der Bauausschuss hat die Zulassung von 150 Meter hohen Windrädern abgelehnt. Bürgermeister Friedward Drebing: „Ich glaube, dass der Gemeinderat der Empfehlung des Ausschusses folgen wird.“ Die Entscheidung fällt am Dienstag (18.) um 17 Uhr bei der Ratssitzung, die mit Sicherheit gut besucht sein wird.

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