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Urteil im Prozess gegen prügelnden Polizisten erwartet

Bielefeld. Im Berufungsprozess gegen einen Polizisten, der bei einer Verkehrskontrolle kräftig zugelangt haben soll, fällt heute voraussichtlich ein Urteil. Der Beamte darf hoffen, dass die Strafe milder ausfällt, als in der ersten Instanz.

Im Prozess um eine aus dem Ruder gelaufene Verkehrskontrolle in Herford werden heute die Plädoyers und ein Urteil erwartet. Der angeklagte Polizist hatte in der Berufungsverhandlung zuletzt alle Vorwürfe eingeräumt. Für ein rückhaltloses Geständnis hatte ihm das Gericht eine Bewährungsstrafe zwischen neun und elf Monaten in Aussicht gestellt. Um weiter als Polizist arbeiten zu dürfen, darf die Bewährungsstrafe nicht länger als ein Jahr ausfallen. Die zuvor vom Amtsgericht verhängte Strafe hatte bei einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung gelegen.

Der Fall hat eine pikante Vorgeschichte: Zunächst hatte der Polizist vor Gericht Schmerzensgeld von dem Autofahrer verlangt. Ein Video aus einer Kamera im Streifenwagen brachte jedoch ans Licht, dass nicht der Fahrer, sondern vielmehr der Polizist der Angreifer war. Er soll den Fahrer laut Anklage grundlos geschlagen und ihm mit Pfefferspray nachgesetzt haben. Nun muss er sich wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und versuchten Betrugs verantworten.

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