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Uwe Höhn, der Meistermacher

LÜNEN Das neue Jahr beginnt - und wer ist schon da: Uwe Höhn, Fußballer, Trainer und echtes Alstedder Urgestein. Am 1. Januar feiert er Geburtstag, wird somit am Dienstag er 50 Jahre alt.

von Von Bernd Janning

, 30.12.2007

Mit dem  Polizeioberkommissar und Bezirksbeamten für den Stadtteil Alstedde über Fußball zu fachsimpeln, das kann auch bedeuten: Im Regen reden. Wir stehen im Sommerregen, palavern, finden nach einer Stunde immer noch kein Ende. Dass man nass wird, ist ohne jede Bedeutung.

Kein Wort zu seinen Stärken

"Ja, ich rede vielleicht ein bisschen zu viel!" erkennt er bei sich eine Schwäche, die nicht immer Schwäche sein muss. Zu seinen Stärken will der dreifache Familienvater nichts sagen. "Das sollen andere beurteilen!" wehrt er schnell ab.

Als Kicker bei Blau-Weiß Alstedde

Stärken hat er einige. Sonst wäre er nicht so erfolgreich gewesen. Höhn begann seine Karriere als Kicker bei Blau-Weiß Alstedde. Den damaligen Ortsrivalen Rot-Weiß Alstedde coachte er vier Jahre, führte ihn bis in die Kreisliga A. Je zwei Jahre arbeitete er bei den Bezirksligisten VfL Kemminghausen und VfL Werne. In seiner zweijährigen Tätigkeit beim Landesligisten Teutonia Waltrop verpasste er dort knapp den Aufstieg. Für seinen Stammverein BW Alstedde stand er zwei Jahre an der Linie - mit einem guten vierten Platz zum Abschluss.

Feines Vinnum

Danach betreute er vier Jahre den A-Ligisten Westfalia Vinnum, den er bis auf Platz drei führte. Eine Ausstiegsklausel - Freigabe bei Wechsel zu einem höherklassigen Verein, öffnete ihm den Weg nach Kornharpen, wo er am 23. Januar 2001 den Landesligisten Vorwärts übernahm und dort den ehemaligen Profi Christian Schreier (VfL Bochum, Bayer Leverkusen, Fortuna Düsseldorf), der zusammen mit Thomas von Heesen (Hamburger SV, Arminia Bielefeld) zum 2.-Ligisten Saarbrücken ging, ablöste. "Ich freue mich auf diese Herausforderung", so Höhn damals.

Brambauer überholt

Er ging in Kornharpen mit drei Punkten Rückstand hinter Spitzenreiter BV Brambauer auf Platz zwei an den Start und führte die Bochumer in die Verbandsliga. Trotz dieses Erfolges ging Kornharpen nicht mit dem Lüner in die nächste Saison. Höhn blieb in "Wartestellung" und löste am 6. November des Jahres beim damaligen A-Ligisten SV Preußen Martin Tospann ab. Die Horstmarer Preußen führte er in seinem ersten Jahr auf den fünften Platz, stieg dann mit dem Team vom "Alten Postweg" mit klarem Vorsprung vor den Verfolgern als souveräner Spitzenreiter in die Bezirksliga auf. "Einmal Oberliga trainieren!" Für Höhn erfüllte sich vor fünf Jahren ein Traum. Beim seinem Lüner SV löste er damals zur neuen Saison Ex-Profi Frank Schulz, dessen Vertrag nicht auf eine dritte Saison verlängert wurde, ab.

Lüner SV okay

"Dort war alles okay. Aber der Druck war zu groß. Der Verein musste reagieren. Es kam anderes, als eigentlich geplant. Dort musste der Mann, der seit 15 Jahre die Trainer-A-Lizenz in der Tasche hat, gehen. "Ich habe nur bei drei Vereinen gespielt! Die schönste Zeit für mich war beim Lüner SV in Ober- und Verbandsliga in den 80er Jahren!" hat er den Rot-Weißen, die anschließend aus der Oberliga abstiegen, noch ein dickes Kompliment parat.

Keine schlechten Zeiten

Haben Sie überhaupt eine schlechte Zeit als Spieler erlebt?" - Höhn kurz und bündig: "Keine!" "Und wo war die beste Zeit als Trainer?" - Der Jubilar überlegt: "Das ist schwierig zu sagen. Wenn ich nachdenke, war es am schönsten bei Westfalia Vinnum. Entweder wurde man dort akzeptiert, oder nicht. Und wenn man akzeptiert wurde, dann ganz als Mensch. Das war ein schönes Erlebnis!"

Schluss beim VfB

Dem Abenteuer Lüner SV folgte ein halbes Jahr Pause, dem sich jetzt die vierte Saison bei einem weiteren Lüner Traditionsverein, dem VfB 08 Lünen, anschloss - Aufstieg in die Bezirksliga wie selbstverständlich mit eingeschlossen. Dort, an der Dammwiese, endete mit dieser Serie sein Vertrag.

 

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