Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Verbandsabgaben: Was machen eigentlich die Nachbarn?

CASTROP-RAUXEL Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) mit rund 2700 Vereinen ist der drittgrößte Landesverband im Deutschen Fußball-Bund (DFB) - direkt hinter dem Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) auf Platz zwei. Und in Niedersachsen ticken die Abgaben-Uhren etwas anders.

von Von Marc Stommer

, 14.12.2007
Verbandsabgaben: Was machen eigentlich die Nachbarn?

Carsten Jaksch-Nink, Direktor des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) in Kaiserau.

Hier zahlt ein Verein keine Pauschale, die sich an der Zugehörigkeit seiner klassenhöchsten Mannschaft bemisst. Hier wird für jede einzelne Mannschaft von den Minikickern, über die Jugend bis hin zu den Senioren und Alten Herren eine Abgabe fällig. Eine Senioren-Mannschaft, die auf Verbandsebene spielt, kostet den Verein 536 Euro, auf Bezirksebene 357 Euro, in den Kreisligen 178 Euro und die Altherren schlagen mit 119 Euro zu Buche. Im Jugendbereich richtet sich der Beitrag nach der Altersklasse.

"Im Grunde ist unsere Verbandsabgabe eine Verwaltungsgebühr, denn für jede Mannschaft wird natürlich auch bürokratischer Aufwand betrieben. Ich bin der Meinung, dass dies die gerechteste Lösung ist", meint Bernd Dierszen aus der Abteilung Rechnungswesen des NFV.

"Obwohl die Niedersachsen der kleinere Verband sind, kassieren sie so etwa 1,7 Mio. Euro an Abgaben ein. Mit unserer Erhöhung um 100 Prozent liegen wir bei 1,3 Mio. Euro, also immer noch weit unter deren Wert", sagt Carsten Jaksch-Nink, Direktor des FLVW.

Die Verbandsgenossen im Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV), die Nachbarn vom Fußballverband Niederrhein (FVN), verfahren ähnlich wie der FLVW mit einer Pauschale, die sich an der klassenhöchsten Mannschaft des Vereins orientiert. "Wir liegen noch unter der alten Pauschale des FLVW", so Rainer Lehmann, Geschäftsführer des FVN.

Erhöhungen - aber nicht so drastisch wie in Westfalen

Aber auch hier werde über eine Erhöhung nachgedacht. "Die finanzielle Lage zwingt dazu. Wir bekommen nimmer weniger Gelder vom Land und gleichzeitig werden auch noch die Lotto-Toto-Gelder gestrichen. Da muss man gucken, dass man irgendwie über die Runden kommt", sagt Lehmann. Laut Lehmann werde die Erhöhung aber "nicht so drastisch" wie in Westfalen ausfallen.

Beim Fußballverband Mittelrhein (FVM), der bei der Abgabe auf ein ähnliches Modell wie in Niedersachsen setzt, sagt Schatzmeister Sascha Hendrich-Bächer: "Bisher haben wir noch nicht erhöht." Auch er gibt aus den gleichen Gründen zu: Die Betonung liege auf "bisher" und "noch nicht".

Lesen Sie jetzt