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Verfahren wegen Erpressung

HANNOVER/ESPELKAMP Die Staatsanwaltschaft Hannover will ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter Erpressung des größten deutschen Geldspielautomatenherstellers Gauselmann nach Nürnberg abgeben. Das Verfahren gehe zurück auf einen Vorfall auf einer Fachmesse in Nürnberg, „also ist da der Tatort“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge in Hannover und bestätigte einen Medienbericht.

Gauselmann hatte in Hannover Strafanzeige erstattet. Um bei der Lobbyarbeit im Zuge einer Novellierung der Spieleverordnung im Jahr 2005 still zu halten, soll die Interessengemeinschaft der Spielautomatenbetreiber (IdS) aus Hannover zehn Millionen Euro verlangt haben.

Erpressungsversuch eingeräumt

Der Automatenhersteller aus dem ostwestfälischen Espelkamp war nach früheren Angaben eines Sprechers auf den Erpressungsversuch nicht eingegangen und erstattete Anzeige. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth habe zwar ermittelt, aber die Untersuchungen aus Mangel an Beweisen im Jahr 2005 wieder eingestellt. Mittlerweile habe ein inzwischen aus der Vereinigung ausgetretener, ehemaliger IdS-Gesellschafter den Erpressungsversuch eingeräumt.

Weitere Ermittlungen

Gleichzeitig ermittelt die Staatsanwaltschaft Bielefeld gegen die Gauselmann-Gruppe. Dabei geht es nach Angaben der Behörde unter anderem um eine Anzeige, wonach Automaten vom Spielhallenpersonal steuerbar gewesen sein sollen und so Gewinne gezielt hätten ausgeschüttet werden können. Wegen möglicher Manipulationen an Automaten war Gauselmann bereits mehrfach ins Visier der Ermittler geraten.

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