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VfL Wolfsburg

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Der 19. Mai besiegelte nicht nur das Ende einer enttäuschenden Saison für den Verein, sondern auch den Abtritt von Klaus Augenthaler als Cheftrainer nach anderthalb Jahren. Obwohl sein Vertrag erst im Winter bis 2009 verlängert worden war. Die «Scheidung» hatte sich über einen längeren Zeitraum angedeutet, nachdem auch der Zukauf von Regisseur Marcelinho in der Winterpause nicht den erhofften Aufschwung Richtung UEFA-Cup-Plätze brachte. Der Zeitpunkt des Abschieds kam indes überraschend. «Die Verantwortlichen sind übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Neuorientierung innerhalb der sportlichen Leitung erforderlich ist», sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Lothar Sander. Augenthaler erfuhr das nach dem Spiel gegen Bremen.

Unter der Führung des Weltmeisters von 1990 gelangen dem VfL in 51 Partien nur zehn Siege. In der Saison 2005/2006 rettete sich der Club erst am letzten Spieltag vor dem Abstieg, in dieser am vorletzten. Wer seine Nachfolge antritt, ist offen. Der VfL sucht zudem einen neuen Sportchef. Das Amt wird derzeit von Geschäftsführer Klaus Fuchs in Personalunion ausgeübt.

Dabei war die Hoffnung groß, dass mit Marcelinho endlich der Blick an die Tabellenspitze gerichtet werden könne. Schon bei seiner Ankunft spuckte er große Töne: «Ich bin mir sicher, dass ich mit Wolfsburg ganz weit oben in der Liga mitspielen kann», sagte der 31 Jahre alte Brasilianer, der für drei Millionen Euro vom türkischen Club Trabzonspor verpflichtet wurde. «Ich habe schon Gedanken an den UEFA-Cup und glaube auch, dass mit dieser starken Mannschaft die Champions League drin ist.» Darin irrte er sich. Doch immerhin mit seiner Ankündigung, dass er «außerhalb des Platzes keine Probleme machen» wolle und dass «das Wichtigste ist, dass ich beim VfL erfolgreich Fußball spiele», behielt er Recht.

In fünf Jahren, die der Brasilianer zwischen 2001 und 2006 bei Hertha BSC verbracht hatte, war er ebenso als genialer Fußballer wie als Problemkind außerhalb des Platzes aufgefallen. So schrieb Marcelinho in Berlin in seinen 155 Erstliga-Partien mit 65 Toren nicht nur sportliche Schlagzeilen, sondern sorgte auch durch eigenmächtig verlängerte Heimaturlaube und Knatsch mit der Vereinsführung für reichlich Wirbel.

Das Aufgebot:

Tor: 1* Simon Jentzsch, 12 André Lenz, 21 Patrick Platins

Abwehr: 2 Facundo Hernan Quiroga, 3 Peter van der Heyden, 4 Alexander Madlung, 5 Kevin Hofland, 16 Uwe Möhrle, 22 Alex, 23 Michael Stegmayer

Mittelfeld: 6 Tom van der Leegte, 8 Marian Hristow, 10 Jacek Krzynowek, 14 Jonathan Santana, 15 Hans Sarpei, 17 Christopher Lamprecht, 18 Cedrick Makiadi, 20 Miroslav Karhan, 24 Steve Müller, 26 Sergej Evljuskin, 27 Pablo Thiam, 32 Marcelinho, 33 Julio dos Santos

Angriff: 7 Juan Carlos Menseguez, 9 Diego Fernando Klimowicz, 11 Mike Hanke, 13 Isaac Boakye, 28 Kamani Hill, 30 Valdet Rama, 31 Emre Öztürk

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: Mai 2007)

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