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Vier Defekte und ein vorzeitiges Ende - Sieberg kommt nicht bis Roubaix

Radsport

CASTROP-RAUXEL Der Castrop-Rauxeler Radprofi Marcel Sieberg vom Team HTC-Columbia hatte bei der 108. Auflage des Frühjahrs-Klassikers "Paris-Roubaix" diesmal wenig Freude an seinem Lieblingsrennen. Er stieg gut 60 Kilometer vor dem Ziel des 259 Kilometer langen Rennen vorzeitig vom Rad.

von Von Carsten Loos

, 11.04.2010
Vier Defekte und ein vorzeitiges Ende - Sieberg kommt nicht bis Roubaix

Der Castrop-Rauxeler Radprofi Marcel Sieberg.

Vor Jahresfrist war Sieberg 20., drittbester Deutscher und schnellster Columbia-Fahrer. Diesmal aber schüttelten Sieberg die Kopfsteinpflaster-Passagen nicht nur kräftig durch.

Noch vor dem oft entscheidenden Abschnitt durch den Wald von Arenberg war der 27-jährige Europastädter von Defekten gebeutelt: "Ich musste viermal anhalten." Danach sei das Rennen für ihn gelaufen gewesen, sagte Sieberg: "Ich bin dann nach etwa 200 Kilometern raus." Dabei hatte sich der 15. von "Gent-Wevelgem" vor zwei Wochen und 23. der Flandern-Rundfahrt an Ostern viel vorgenommen. Er sollte den Team-Kapitän des US-Rennstalls, Bernhard Eisel (Österreich), unterstützen, wollte aber selbst "nicht nur den Helfer machen". Sieger nach einem knapp 50 Kilometer langen Solo wurde indes, wie schon vor einer Woche bei der Flandern-Rundfahrt, der Schweizer Fabian Cancellara. Eisel, als Mitfavorit gehandelt, musste sich mit dem 38. Platz zufrieden geben, 9:33 Minuten hinter Cancellara. Bester Columbia-Fahrer war so Hayden Roulston (Neuseeland) als 10. (6:59 Minuten zurück), bester Deutscher Dominik Klemme (Saxo Bank) als 14. (7:05 zurück).

Sein letztes Rennen bei einem der traditionellen Frühjahrs-Wettbewerben bestreitet Sieberg am Samstag, 1. Mai, bei "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt", dem Nachfolgerennen von "Rund um den Henninger Turm". Der Europastädter hatte das Rennen in Hessen unlängst kurzfristig in seinen Rennkalender aufgenommen, dafür die "Tour de Romandie" in der West-Schweiz gestrichen. Vom 8. bis 30. Mai gibt er dann sein Debüt beim "Giro d´Italia". Die dreiwöchige Italien-Rundfahrt beginnt in diesem Jahr in Amsterdam (Niederlande) und endet in Verona.