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Vom Kutschenhersteller zum Autobauer mit Weltruf

OSNABRÜCK/RHEINE Seit mehr als 100 Jahren baut das Osnabrücker Unternehmen Karmann Autos. Hier die wichtigen Stationen in der Geschichte des Fahrzeugbauers:

Vom Kutschenhersteller zum Autobauer mit Weltruf

Der Karmann Ghia Typ 14: Markenzeichen der Firma.

1. August 1901: Der Stellmacher Wilhelm Karmann sen. gründet das Unternehmen zunächst als Kutschenbaubetrieb. Er unterzeichnet den Kaufvertrag für die Osnabrücker Wagenfabrik Christian Klages.1902:Karmann fertigt seine erste Automobil-Karosserie für die Bielefelder Dürrkopp-Werke.1932: Die Adlerwerke bestellen von ihrem Modell Primus 800 Cabriolets. Rund 150 Mitarbeiter bauen täglich 16 Adler-Primus- Cabrios, die über ein wasserdichtes Klappverdeck verfügen.1948: Wilhelm Karmann kauft einen VW Käfer, der in Osnabrück zu einem viersitzigen Cabrio umgebaut wird. Nach der erfolgreichen Präsentation des Cabriolets bei VW in Wolfsburg beginnt 1949 die Serienfertigung. Bis 1980 laufen 331.487 Autos vom Band.1953: In Zusammenarbeit mit Luigi Segre, Inhaber des Turiner Styling-Studios Ghia, entsteht der erste Prototyp eines zweisitzigen Coupés, dem späteren Karmann Ghia.1955: Offizielle Vorstellung und Beginn der Serienfertigung des VW Karmann Ghia. Bis 1974 rollt der Wagen mehr als 360.000 Mal aus dem Werkstor. Zu den Käufern gehört beispielsweise Schauspielerin Romy Schneider.1957: Beginn der Serienfertigung für die offene Version des VW Karmann Ghia. Es ist die letzte Cabriolet-Version auf Käfer-Basis. Bis 1974 rollt der VW Karmann Ghia 80.881 Mal vom Band.1974: Die Serienfertigung für den Volkswagen Scirocco I beginnt, der als Sportvariante des VW Golf gilt. Bis 1981 werden 504.153 Fahrzeuge produziert. Es ist Karmanns meistverkauftes Modell. Von 1981 bis 1992 wird dann die Nachfolge-Version Scirocco II in Osnabrück gebaut.1975: Im Werk Rheine erledigt Karmann zwei Jahre lang die komplette Serienfertigung für das neue Flaggschiff der BMW-Flotte, den BMW 635 CSi. Danach liefert Karmann noch bis 1989 die Karosserien für den Wagen in das neue BMW-Werk in Dingolfing.1978:Karmann baut für Volkswagen das erste VW Golf Cabriolet, das in den Folgejahren mit 388.522 Exemplaren zum meistverkauften offenen Wagen der Welt wird.1996: Im Auftrag von DaimlerChrysler entwickelt Karmann für den Mercedes-Benz SLK die Dachkonstruktion sowie die technische und mechanische Ausrüstung.1997: Der Mercedes CLK Cabriolet wird komplett bei Karmann produziert. Auf der Basis des Mercedes-Benz CLK Coupés entwickelt das Unternehmen die Cabrio-Version. Als im März 2003 die Produktion mit 115.264 Autos ausläuft, ist die Serienproduktion des Nachfolgemodells schon gestartet.2006:Karmann hat immer größere Probleme, an Aufträge von Automobilherstellern zu kommen und muss die Zahl seiner Mitarbeiter abbauen. 633 Mitarbeiter müssen gehen, Ende des Jahres weitere 140.1. Oktober 2007:Karmann verkündet den geplanten Abbau von 1770 der weltweit 7000 Stellen. In Rheine sollen 900 der dortigen 1000 Arbeitsplätze gestrichen werden, in Osnabrück 870 von 4000 Jobs.

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