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Von klein auf an der Platte ganz groß

KREISGEBIET Er ist der nette Junge von nebenan. So macht es den Eindruck, wenn man sich mit Benedikt Große Holz unterhält. Schon im Alter von sechs Jahren kam „Bene" das erste Mal zum Tischtennistraining des TTC SG Selm.

von Von Daniel Schlecht

, 02.10.2007
Von klein auf an der Platte ganz groß

Benedikt Große Holz steht bereits seit seinem achten Lebensjahr regelmäßig an der Tischtennisplatte.

Damals war er jedoch noch zu klein und konnte kaum über die Tischtennisplatte gucken, so dass er es zwei Jahre später erneut versucht hat und sofort durchgestartet ist.

Ausschlaggebend für das Interesse zum Tischtennissport war der Nachbar seines Onkels, mit dem er an der Platte im Garten erste Schlagübungen machte. Im Alter von acht Jahren hat „Bene“ bereits bei den C-Schülern in einer Mannschaft mit dem drei Jahre älteren heutigen Spieler der ersten Mannschaft des TTC SG Selm, Michael Arndt, gespielt.

Mit zwölf Jahren wurde er bereits in den Herrenbereich „hochgezogen“ und spielte dort in der Hinrunde in der Kreisliga und in der Rückrunde dann Bezirksliga. In der nachfolgenden Spielzeit stand er bereits für die Verbandsligamannschaft der Selmer an der Platte. „Bene“ musste sich nun entscheiden.

Fußball oder Tischtennis

So war er nicht nur ein guter Zelluloid-Artist, er spielte auch noch zusammen mit dem heutigen Selmer Oberliga-Spieler Sebastian Senger in der Kreisauswahl der C-Jugend Fußball. Er entschied sich für Tischtennis und wechselte mit 15 Jahren nach Lüdinghausen, wo er in der Verbandsliga eingesetzt wurde. Doch nach dem verpassten Oberligaaufstieg wechselte er zum CVJM Altenbögge (heute TTF Bönen).

Zu dieser Zeit feierte „Bene“ auch seine größten Erfolge. Ein zweiter Platz bei der Westdeutschen Endrangliste bei den B-Schülern wiederholte sich bei den A-Schülern. Bei den Westdeutschen Meisterschaften scheiterte er damals knapp im Viertelfinale am heutigen Weltklassespieler Christian Süß. „Bene“ erreichte trotzdem das deutsche Top16- Turnier und bei den Deutschen Meisterschaften schaffte er den Einzug ins Achtelfinale im Einzel und ins Viertelfinale im Doppel.

"Bene" in der 2. Bundesliga

In Altenbögge spielte „Bene“ nach einem Jahr zur Eingewöhnung in der Verbandsliga dann anschließend in der ersten Mannschaft in der zweiten Bundesliga. Dort stand er zwei Jahre an der Platte bis er dann anschließend wieder für die „Zweite“ in der Oberliga auf Punktejagd ging. Heute ist er wieder in der ersten Mannschaft aufgestellt, die unter neuem Namen (TTF Bönen) in der Regionalliga spielt. Es ist vor allem das freundschaftliche Verhältnis zu seinen meist gleichaltrigen Mannschaftskameraden, das ihn dazu antreibt, jedes Wochenende nach Hamm zu fahren.

Denn der heute 23-Jährige wohnt mittlerweile in Münster, wo er sich seinem Studium zum Bauingenieur widmet. Dieses hatte er im letzten Jahr begonnen, nachdem er sein Abitur nachgeholt hatte. Für Turniere bleibt dann verständlicherweise weniger Zeit. Aber so „heiß“ auf Titel wie früher ist „Bene“ auch nicht mehr. Seinen Ehrgeiz widmet er heute mehr seinem Studium.

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