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Auf den Baustellen soll es voran gehen

Baustellen in Vreden

Die Stadtverwaltung mahnt mehr „Bewegung“ an der Ottensteiner Straße an, und der Landesbetrieb will an der Ringstraße im Zeitplan bleiben.

Vreden

, 10.08.2018
Auf den Baustellen soll es voran gehen

Nur noch in eine Richtung geht es seit Donnerstag auf einem Teilstück der Ringstraße von der Kreuzung mit der Baumwollstraße aus. © Markus Gehring

Ob die Stadt Vreden vielleicht sechs Richtige im Baustellenlotto gewonnen hat – diese ironische Frage stellt eine Vredenerin in einer Vredener Facebook-Gruppe. An Baustellen mangelt es aktuell nicht. Und an Ärger auch nicht. Gerd Amerongen fährt häufig mit seinem Rad an der Ottensteiner Straße entlang. „Der einseitige Radweg ist teilweise lebensgefährlich. Die Pflastersteine ragen teilweise komplett heraus. Ein Wunder, dass da noch nichts passiert ist“, sagt er im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Die laufende Baustelle mache die ganze Situation noch schlimmer, da die Fahrbahn sehr eng sei. „Vor allem jetzt im Sommer, wo so viele Kinder und Jugendliche dort entlang fahren zum Freibad“, so der Vredener.

In schlechtem Zustand

Tatsächlich ist der Radweg wie auch die Straße schon lange in einem schlechten Zustand. Genau deswegen wird dort gerade alles erneuert. Ein Besuch vor Ort zeigt: Der neue Radweg auf der anderen Straßenseite ist so gut wie fertig. Könnte man den nicht einfach schon mal frei geben? Nein, sagt Bernd Kemper von der Stadt Vreden. „Eine Teilfreigabe ist aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht möglich“, sagt der Erste Beigeordnete und ergänzt, dass Radfahrer und Fußgänger während der Bauphase besonders vorsichtig sein müssen.

Und das noch bis Mitte September. Das hofft die Stadt zumindest. Denn auch die ärgert sich – über die Baufirma. Erst in der vergangenen Woche habe die Stadtverwaltung den Bauzeitenplan des ausführenden Unternehmens bekommen. „Darin steht Ende November“, sagte Bernd Kemper am Freitag. Die Stadt aber bestehe auf Mitte September als Endpunkt der Bauarbeiten, „so, wie es vertraglich vereinbart ist“, betont der Erste Beigeordnete.

Mehr „Man-Power“

Bei allem Verständnis dafür, dass bei den heißen Temperaturen in den vergangenen Wochen nachmittags kein Asphalt oder Beton aufgetragen werden konnte – und das die Hitze nicht nur dem Material, sondern auch den Mitarbeitern zusetzte: Zu wenig Bewegung habe man seitens der Stadt an der Baustelle gesehen. „Ein bisschen mehr Man-Power“ fordere die Stadt nun ein.

Ein Blick auf die andere Großbaustelle an den Kreuzungen der Baumwollstraße (B70) und des Südlohner Dieks (K24) mit der Ringstraße: Am Donnerstagnachmittag wurde die Ringstraße – wie angekündigt – ab der Kreuzung mit der B70 als Einbahnstraße eingerichtet. Aber: Die Sperrung geht, anders als geplant, erst mal nur bis zur Lärchenstraße. „Damit die Anlieger durchfahren können, solange auf dem Abschnitt noch nicht gearbeitet wird“, erklärte Bauleiter Bruno Tenhumberg vom Landesbetrieb Straßen.NRW im Gespräch.

Ebenfalls fertiggestellt war am Donnerstag das Provisorium an der Einfahrt zum Südlohner Diek: Zwei Spuren wurden eigens gebaut, damit Ein- und Abbiegen möglich bleibt und der eigentliche Einmündungsbereich umgebaut werden kann. Dafür erfolgte der Startschuss am Freitag – da rückten die Fräsmaschinen an und legten auf beiden Straßen los. Bruno Tenhumberg will möglichst jeden Tag vor Ort sein: „Wir haben einen Zeitplan vorgegeben, wir werden Druck machen.“

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