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Chemische Experimente in der Forscherwerkstatt

Forschwerkstatt im GGV

Die Forscherwerkstatt am Gymnasium Georgianum lockte in den Sommerferien wieder viele junge Schüler an. Im Mittelpunkt standen dabei Experimente. Und auch Eis und Limonade.

Vreden

, 25.08.2018
Chemische Experimente in der Forscherwerkstatt

Die Schüler der dritten bis fünften Klasse waren mit viel Motivation bei der Forschwerkstatt in den Sommerferien 2018 bei der Sache. Thema der drei Tage war das Fach Chemie. © Meyer

Reges Treiben herrscht am Mittwochmorgen in den drei Chemie- und zwei Biologieräumen des Gymnasium Georgianum in Vreden. Die Einzel- sind zu Gruppentischen zusammengeschoben. In kleinen Teams wiegen, messen und experimentieren die Schüler mit den unterschiedlichen Dingen - Wasser, gestoßenes Eis, Zitronensäure oder auch Haushaltsnatron. „Du musst das ganz vorsichtig in das Becherglas füllen“, weist eine Schülerin ihre Mitstreiterin an. „Ja, ich weiß, mache ich ja“, erwidert diese.

Und hier experimentieren keine Mittel- oder Oberstufenschüler, sondern Dritt- bis Fünftklässler. Vom 21. bis 23. August fand nämlich bereits im siebten Jahr die sogenannte Forscherwerkstatt für Grundschüler am Gymnasium Georgianum Vreden statt. An diesen drei Tagen konnten sich rund 100 junge Schüler von jeweils 10 bis 13 Uhr an allerhand chemischen Experimenten versuchen und somit diese Naturwissenschaft auf lockere Art und Weise kennenlernen.

Aus 20 wurden 100 Schüler

Lehrer Jörg Kleinecke (Chemie/Physik) ist Organisator des Ganzen. Und mit hörbarem Stolz in der Stimme berichtet er: „Wir sind vor sieben Jahren ganz klein, mit etwa 20 Schülern, gestartet. Das Interesse ist aber stetig gestiegen, sodass wir mittlerweile um die 100 Schüler begrüßen dürfen.“ Die Finanzierung der dreimal drei Stunden ist durch den Förderverein und die Teilnehmergebühr von 10 Euro eines jeden Schülers gedeckt.

Chemische Experimente in der Forscherwerkstatt

In kleinen Gruppen experimentierten die Schüler unter fachkundiger Anleitung. Dabei stellten sie sogar selbst Fruchteis her, das selbstverständlich zum Verzehr geeignet war. © Meyer

Jeweils in den Sommer und Herbstferien findet die dreitägige Forschwerkstatt statt. Die Themenschwerpunkte variieren dabei. „Im Sommer sind es Themen wie Chemie und im Herbst eher technische Aspekte wie Physik und Informatik“, erklärt Jörg Kleinecke. Und während er dies sagt, tritt ein Oberstufenschüler an Kleinecke heran und fragt: „Wo haben wir denn Siebe?“. Dazu muss man wissen: Die Betreuung der 100 jungen Schüler könnten die vier Fachlehrer gar nicht alleine übernehmen. Aus diesem Grunde helfen sechs Oberstufen- und neun Mittelstufenschüler trotz der Ferien bereitwillig aus. „Sie betreuen jeweils eine Gruppe“, erläutert Jörg Kleinecke, „und es gibt sogar Schüler bei uns, die seinerzeit selbst teilgenommen haben und heute Betreuer sind.“

Chemische Experimente in der Forscherwerkstatt

Ein genaues Abwiegen der einzelnen Versuchskomponenten war unerlässlich. © Meyer

Eine davon ist die Neuntklässlerin Viktoria Kömmelt. „Es hat mir damals als Teilnehmerin viel Spaß gemacht und das macht es mir auch heute als Betreuerin. Es macht einfach unheimlich viel Freude, mit den jungen Schülern zu arbeiten.“ Mit ein Grund dafür ist, so berichtet es Jörg Kleinecke, die große Neugier der Grundschüler. „Sie haben einfach Lust, Dinge auszuprobieren. Und hier können sie dies außerhalb des klassischen Schulrahmens.“ Es gehe darum, die Kinder an die Naturwissenschaften und die Schule frühzeitig heranzuführen. Und ein kleines Talentscouting ist es nebenbei auch noch.

Chemische Experimente in der Forscherwerkstatt

Viele Utensilien kamen in den Experimenten zum Einsatz. © Meyer

„Ich wandere ja von Gruppe zu Gruppe und halte schon die Augen offen, wer besonders talentiert ist und vielleicht später mal für meine „Jugend forscht“-Gruppe infrage kommt“, verrät Kleinecke. Für alle Teilnehmer gibt es übrigens auch eine extra angefertigte Lehrmappe, in der alle Experimente der drei Tage inklusive des dazugehörigen Knowhows aufgeführt sind. „So können die Kinder die Experimente zu Hause jederzeit noch mal ausprobieren“, so der Organisator. Mit dabei: Eine Anleitung zum Herstellen von Eis und Limonade.