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Geist soll lebendig bleiben

Vreden Bruder Burkhard hat jetzt die Leitung des Konvents der Brüdergemeinschaft der Canisianer im Herz-Jesu-Kloster in Ellewick übernommen. Er folgt im Amt Bruder Gerhard nach, der sechs Jahre lang die Leitung inne hatte.

03.12.2008

Geist soll lebendig bleiben

<p>Bruder Ludwig (2. v. l.) stellte Bruder Burkhard (3. v. l.) als neuen Leiter des Konvents im Herz-Jesu-Kloster der Brüdergemeinschaft der Canisianer vor, Bruder Wolfgang (r.) als seinen Stellvertreter. Bruder Gerhard (l.) leitete sechs Jahre den Konvent in Ellewick. Winter-Weckenbrock</p>

"Es ist wichtig, dass der Konventsleiter guten Kontakt zur Leitung in Münster hat - und dass er dafür sorgt, dass der Geist hier lebendig bleibt", umschrieb Bruder Ludwig Rensing, Leiter der Brüdergemeinschaft der Canisianer aus Münster, gestern im Rahmen eines Pressegesprächs die Aufgaben von Bruder Burkhard und von Bruder Wolfgang, der zum stellvertretenden Konventsleiter ernannt wurde. Interessante und sehr vielseitige Aufgaben erwarteten ihn im Herz-Jesu-Kloster, blickte Bruder Burkhard gestern voraus. Die größte Aufgabe werde sein, dass Vertrauen der Mitbrüder im Konvent und der Bewohner des Hauses Früchting zu erlangen, setzte er Schwerpunkte. Er genieße die Abgeschiedenheit des Herz-Jesu-Klosters, betonte der neue Konventsleiter, der gebürtig aus Gescher stammt. Der 66-Jährige trat 1961 in die Brüdergemeinschaft ein. Von 1963 bis 1965 wirkte er als Begleiter von Weihbischof Heinrich Tenhumberg, war dann Begleiter des Bischofs Jansen in Hildesheim, bevor er in Köln eine Ausbildung zum Altenpfleger absolvierte. 1974 kam er dann ins Herz-Jesu-Kloster - doch nur kurz: Zur Aushilfe wurde er als Begleiter des Bischofs Heinrich Tenhumberg nach Münster geholt - "die Aushilfe dauerte 33 Jahre", sagt er schmunzelnd. Zuletzt war er langjährige Begleiter des Bischofs Dr. Reinhard Lettmann.

Besondere Bedeutung

Doch Ellewick kennt Bruder Burkhard gut von regelmäßigen Besuchen: "Alle vier bis sechs Wochen war ich hier, kenne das Haus und die Einrichtung." "Der Konvent hier hat eine besondere Bedeutung für uns", betont Bruder Ludwig. Ein sehr gutes Miteinander bestehe zwischen dem Haus Früchting und seinen Bewohnern und Mitarbeitern und dem Herz-Jesu-Kloster - "beide Seiten profitieren davon". Am Clemens-Namenstag oder am Herz-Jesu-Tag werden die Bewohner zum Umtrunk ins Kloster eingeladen, ein weiteres Highlight ist die jährliche gemeinsame Wallfahrt nach Eggerode, die mit einem Abendessen im Canisianerhaus in Münster abschließt. "Wir sind nicht zum Selbstzweck hier", verweist Bruder Ludwig auf das soziale Engagement, das dem Geist der Brüdergemeinschaft der Canisianer entspricht.

Die Brüder freuen sich aber auch sehr über die große Identifikation der Vredener Bevölkerung mit dem Herz-Jesu-Kloster und dem Haus Früchting. Am Samstag, 13. Dezember, wird im Anschluss an die 16.30-Uhr-Messe in der Kapelle der "Lebendige Adventskalender" in Gruppe drei des Hauses Früchting begangen. Dazu sind alle Gläubigen willkommen. Im Anschluss lädt der Konvent mit seine Nachbarn zu einer Feier ins Kloster ein

1929 wurde das Herz-Jesu-Kloster von der Brüdergemeinschaft der Canisianer in Ellewick gebaut. Von Beginn an waren neben den Brüdern im Kloster immer auch Clemens-Schwestern zugegen. Heute leben dort neun Brüder und fünf Schwestern .

Im Herz-Jesu-Kloster sollen - so legte es Stifter Anton Früchting fest, die Ordensleute alt und gepflegt werden können..

Früher war die Landwirtschaft ein großes Standbein des Klosters, seit Mitte der 1970er Jahre sind die Ländereien verpachtet.

Heute ist die von der Brüdergemeinschaft gegründete Stiftung Petrus Canisius Träger der Einrichtung für behinderte Menschen, Haus Früchting. Bruder Ludwig Rensing ist Geschäftsführer der Stiftung, drei Mitbrüder sind Mitglieder des Kuratoriums.

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