Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gentechnik hinterfragt

Vreden Um "Grüne Gentechnik- genetisch veränderte landwirtschaftliche Produkte und deren Auswirkungen, Chancen und Risiken" ging es am Montagabend beim Referat von Uwe Hartmeier aus Lübbecke im evangelischen Gemeindezentrum.

24.10.2007

Uwe Hartmeier beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit Fragen der "grünen Gentechnologie".

Zunächst beantwortete er die Frage "Was ist Gentechnik?" Dazu erklärte er anhand eines Schaubildes den genetischen Code, das ABC des Lebens, also das Erbgutkonstrukt, aus dem jedes Lebewesen besteht. Im Genom befände sich die Summe der genetischen Informationen. Bei der Gentechnik gehe es um die "Neukombination von DNA".

So würden bestimmte Eigenschaften herausgefiltert und es entsteht eine neukombinierte DNA. Es würden beispielsweise Kartoffeln mit einem höheren Stärkegehalt erzeugt. Bei diesen Methoden werde in das Erbgut eingegriffen und eine neue "transgene Pflanze" erzeugt. "Die Forschung versucht, das Ziel einer optimalen Pflanze zu erreichen. Gentechnikfreie Lebensmittel gibt es heute kaum noch, da viele Zusatzstoffe durch gentechnisch veränderte Bakterien hergestellt werden. Das Problem dabei ist, dass die Auswirkungen, die Gentechnik auf Pflanzen, Umwelt und den Verzehr hat, noch nicht genügend erforscht sind", betonte Hartmeier.

So gebe es keine Langzeituntersuchungen, die Wechselwirkungen durch veränderte Pflanzen seien ebenfalls noch nicht bekannt. Durch die Gentechnik werde die biologische Vielfalt einschließlich des Bodenlebens beeinträchtigt, und es bestehe die Gefahr der Auskreuzung der Eigenschaften von genmanipulierten Pflanzen auf Wildpflanzen, die eine Veränderung unserer Flora verursache. Außerdem seien die gesundheitlichen Auswirkungen durch die Gentechnik auf den Menschen noch nicht erforscht.

Profit erzielen

In den Ländern des Südens würden bereits vielfach genveränderte Pflanzen angebaut. Das Saatgut könne nur noch über den Hersteller bezogen werden, der gleichzeitig die entsprechenden Herbizide liefere, um großen Profit zu erzielen. Die Agrarunternehmen gerieten dadurch in eine Abhängigkeit mit den Unternehmen, die das genmanipulierte Saatgut verkaufen. "Bei uns wird die Gentechnik bisher noch nicht im kommerziellen Umfang eingesetzt. Sie sollte auch erst eingesetzt werden, wenn man alle Folgen kennt, denn wir müssen nachhaltig und verantwortungsbewusst mit der Umwelt umgehen." rol

Lesen Sie jetzt