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Gewichtige Werke

Vreden Besondere Ausstellungen von besonderen Künstlern erwecken ein besonderes Interesse bei den Kunstfreunden. Der Künstler Walter Wittek und seine Frau Gerlinde spürten dies, als Freunde ihrer Kunst jetzt das Berkelkraftwerk zur Eröffnung der Ausstellung "Vredener Werk" füllten.

14.08.2007

Rund 150 Gäste von nah und fern, darunter viele Niederländer, sorgten für das Treffen der besonderen Art mitten in der Kunst von Wittek, die einen Querschnitt aus den vergangenen 20 Jahren vorstellt. 28 Jahre lebt der gebürtige Oberschlesier Wittek schon in Vreden, doch noch nie hatte er in der neuen Heimat eine eigene Schau in einer Größenordnung wie diese.

Michael Bala, Vorsitzender des Kunst- und Kulturkreises Berkelkraftwerk, fasste es in prägnante Worte. Es sei nicht nur eine "Spitzenausstellung" zu sehen, sondern auch "rein kilomäßig" eine der schwersten. Aus diesem ganz besonderen Anlass bekräftigte Bürgermeister Hermann Pennekamp in seinen Grußworten das Bestreben der Stadt, sich auch weiterhin für Kunst im Ort zu engagieren.

Der Musiker und Musikwissenschaftler Bernd Sikora kennt als Vredener Witteks Kunst schon seit Jahren. Auf "erhöhtem Posten", der Stahlplatte der Skulptur "Omphalos II", gab er in der Einführung den Besuchern Informationen und Gedanken auf den Weg durch die Ausstellung mit. Der "Omphalos", den Wittek zu einer Stahlspitze umformte, sei ein mythisch verklärter phallischer Stein in Delphi, der vielleicht nie existiert habe.

Naturgewalten

Für Wittek sei diese Form das Modul, so der verstorbene Dortmunder Kunsthistoriker Ingo Bartsch, oder - in des Künstlers eigenen Worten - sein Repertoire. Einfühlsam arbeite Wittek mit den Naturgewalten wie Feuer in den Brandbildern, die Brandspuren plastischer Formen auf der Leinwand seien. Zeichnungen, Staubbilder und Rostbilder runden das Spektrum um die Bildhauerkunst von Wittek ab. In der Stiftskirche St. Felicitas installierte er Arbeiten, die schon vor einem Jahr in der Ausstellung in der Groten Kerk in Lochem in den Niederlanden den religiösen Bezug suchten.

Memento Mori

Gaia, die griechische Göttin der Erde, vor dem Hungertuch und das überreligiöse Memento Mori in der Krypta, bestehend aus einem Totenschädel aus dem 14. Jahrhundert und einer Stahlspitze sind weitere Beispiele für sein Repertoire. emk

Bis 28. Oktober; Öffnungszeiten So 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung, Tel. (0 25 64) 46 83 oder 46 00, ebenfalls in der ehemaligen Stiftskirche St. Felicitas. Am Montag, 17. 9., 19.30 Uhr, findet im Berkelkraftwerk ein Künstlerabend mit Walter Wittek statt. Er stellt frühere Arbeiten vor. Bernd Sikora wird den Abend musikalisch bereichern.

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