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Kiebitz soll umziehen

Vreden Die geplante Erweiterung des Industriegebiets Gaxel ist einen weiteren Schritt vorangekommen: Unter anderem wurde das Problem der "ökologischen Ausgleichsbilanzierung "geknackt".

04.10.2007

Für den Eingriff in die Natur durch Nutzung der Fläche für Straßen und Werkshallen müssen alle Kommunen "ausgleichen", zum Beispiel durch Anlage von Grünstreifen im Planungsgebiet. Aber wenn gleich zehn Hektar genutzt werden sollen, in denen nicht nur die Pflanzen- sondern auch die Tierwelt sich gut entwickelt hat, dann reichen Grünstreifen nicht aus.

Lebensraum schaffen

Deswegen zeigte sich Fachbereichsleiter Joachim Hartmann von der Stadtverwaltung jüngst vor dem Bauausschuss auch "sehr froh, dass wir im Bereich des Zwillbrocker Venns eine 2,7 Hektar große Fläche erwerben können." Unmittelbar am Naturchutzgebiet, am "Lachmöwenteich" angrenzend, liege das Grundstück, das die Stadt Vreden im Rahmen eines dort laufenden Flurbereinigungsverfahrens kaufen könne. Und diese Fläche hat einen bestimmten Zweck: Zwei brütende Kiebitzpaare sind im Gaxeler Erweiterungsgebiet ausgemacht worden - diesen Vögeln wird die geeignete Brutumgebung genommen - so mussten geeignete Ersatzflächen her. "Das war ein zähes Ringen", blickte Hartmann auf die Gespräche mit den zuständigen Behörden zurück. "Durch die geplante Herrichtung von Ersatzhabitaten für den Kiebietz am Nordrand des Zwillbrocker Venns werden die artenschutzrechtlichen Bestimmungen (...) hinreichend berücksichtigt", zeigte sich der Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken in seiner Stellungnahme schließlich zufrieden mit dem Ergebnis.

Als weniger problematisch werde die Erweiterung aber für die vielen in Gaxel ausgemachten Fledermäuse - die unter Artenschutz stehen - gesehen, so Hartmann: Fledermäuse, die ja auch im Stadtgebiet nicht selten seien, seien in der Lage, sich der (bebauten) Umgebung anzupassen.

Der Bauausschuss bestimmte den Plan zur öffentlichen Auslegung - ab Mitte Oktober etwa sollen die Erweiterungspläne im Rathaus für vier Wochen für jeden einsehbar sein. Im Anschluss wird sich der Bauausschuss mit den in diesem Zeitraum erfolgten Stellungnahmen befassen. ewa

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