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Klangwelten der Kulturen

Vreden Mit allen Sinnen lernen die Kinder beim "Friedensmaler" - der musikalischen Weltreise für Kinder - andere Kulturen kennen. Beim Singen, Hören und Tanzen, aber auch beim Genuss von arabischem Gebäck oder beim Anprobieren von Saris.

30.12.2007

Klangwelten der Kulturen

"Kinder sind neugierig und unvoreingenommen. Wir bieten ihnen die Chance, schon früh Erfahrungen mit anderen Kulturen zu sammeln und Berührungsängsten vorzubeugen" - so fasst Musikpädagogin Petra Schmitt (Foto) zusammen, aus welcher Idee heraus ihr Projekt "Friedensmaler" entstanden ist. Neben dem Ansprechen aller Sinne, so überlegten Schmitt und ihre drei Mitstreiter zur Jahrtausendwende, sei auch die Vermittlung von "Information aus erster Hand" ein wichtiges Ziel. Musik und Tanz eigneten sich einfach als geeignetes Mittel, um Begeisterung, Freude und Bereitschaft zur Kontaktaufnahme zu wecken - so stand das Gerüst für die "musikalische Weltreise", dem das Lied "Friedensmaler" seinen Namen gab. Das erste Tagesseminar fand 2000 statt - mittlerweile haben schon mehr als 500 Kinder aus dem Münsterland teilgenommen, blickt Schmitt jetzt zurück. "Ich denke, dass da eine Tür aufgestoßen wird, dass die Kinder es interessiert aufnehmen, wenn im Fernsehen etwas über den Kongo oder Israel erzählt wird", hofft sie.

Tänze aus dem Orient

Kurz gefasst sieht das Tagesseminar Kennenlernspiele, Arbeitskreise in kleinen Gruppen, Arbeiten vor der Weltkarte und eine Abschlussrunde vor. Referenten aus verschiedenen Nationen singen und tanzen mit ihnen - bei der jüngsten "musikalischen Weltreise" im September im Pfarrheim St. Marien waren es zum Beispiel Jalila Kakos aus dem Irak, die orientalische Tänze zeigte, und Petra Schmitt und ihre Tochter Britta, die Spiele und Lieder aus aller Welt vorstellten. Carles Guisado Moreno aus Spanien leitete eine Rhythmusgruppe, und Kanga Vovo aus dem Kongo trommelte mit den Kindern. Als Gäste waren Nimi Pun aus Bhutan und Esther Samba Mweme aus dem Kongo, als Assistentin Laura Mekes aus Vreden dabei.

Komplimente

"Es ist wichtig, die Atmosphäre für ein Fest herzustellen", erzählt Petra Schmitt. Trommeln, Tanzen, Singen weckt Begeisterung - "und selbst die Arbeit vor der Weltkarte", betont die Musikpädagogin. Das Interesse sei groß, und auch das Staunen, wie relativ klein Deutschland ist. Dann gingen die Kinder auch ohne Scheu auf die Referenten zu: "Wie ist das im Kongo? Heißt Du Kanga, weil der Fluss da so heißt?" Und die Eltern dürfen sich nach der Präsentation über etwas sehr Nettes freuen, wenn ihre Kinder sagen: "Du hast Augen wie eine Kuh." Das nämlich, hat ihr Nachwuchs beim "Friedensmaler" von Jalila Kakos erfahren, ist im arabischen Raum ein schönes Kompliment ... ewa

Klangwelten der Kulturen

<p>Beim "Luftballonspiel" wird die Kontaktaufnahme und das Kennenlernen gefördert.</p>

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