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Landtagskandidaten diskutieren mit Vredenern

Podiumsdiskussion

VREDEN Bildung und Arbeitsmarkt – nicht nur beim TV-Duell mit Jürgen Rüttgers und seiner Herausforderin Hannelore Kraft dominierten diese Themen am Montagabend – auch bei der Podiumsdiskussion mit vier Landtagskandidaten im Kettelerhaus standen sie im Fokus.

27.04.2010
Landtagskandidaten diskutieren mit Vredenern

Stellten sich unter der Moderation von Anne Winter-Weckenbrock (Mitte) den Fragen der Zuhörer (v.l.) : Dietmar Eisele (Grüne), Stefanie Wiegand (SPD),Bernhard Tenhumberg (CDU) und Karlheinz Busen (FDP).

Knapp 60 Interessierte hatten die Einladung der KAB St. Marien zur Information und Diskussion angenommen und sparten nicht mit Fragen. „Keinen Einheitsbrei“ wollten die Liberalen, betonte FDP-Kandidat Karlheinz Busen auf die Frage von Moderatorin Anne Winter-Weckenbrock (Münsterland Zeitung) nach dem Zukunft für das Schulsystem in NRW. Ein gegliedertes Schulsystem befürwortete Bernhard Tenhumberg (CDU), wollte jedoch auf Dauer eine Verbundschule auch in Vreden nicht ausschließen.Turbo-Abi: "Zu viel Druck" Für Gemeinschaftsschulen stehe die SPD, so Stefanie Wiegand. Auch Dietmar Eisele (Grüne) setzte sich für gemeinsames Lernen bis zur sechsten oder auch zur zehnten Klasse ein. Das Abitur nach zwölf Schuljahren (G8) und seine Folgen für das Jahr 2013 beurteilten die Politiker unterschiedlich: „Zu viel Druck“ befand Wiegand zum G8, und die Regierungskoalition sei zu spät angefangen mit den Vorbereitungen für 2013. Tenhumberg konterte: Es werde zusätzliche Studienplätze geben, und Gespräche mit Handwerk und IHK liefen bereits. Auch, wie von SPD und Grünen angekündigte Mehrausgaben für Bildung gestemmt werden sollten, wurde hartnäckig nachgefragt. „Umschichten“ wolle die SPD zugunsten der Bildung, so Wiegand, Eisele hatte für die Grünen einen Sparvorschlag: „Das Straßennetz er- und unterhalten, nicht weiter ausbauen.“Wie stehen die Vertreter zum Mindestlohn? Einig waren sich Karlheinz Busen und Bernhard Tenhumberg in der Bewertung des Mindestlohns, den Stefanie Wiegand flächendeckend forderte: In die Tarifautonomie solle die Politik nicht eingreifen. Bedauerlich fanden alle die Entwicklung bei der Zeitarbeit – „sie wird von einigen Konzernen missbraucht“, so Tenhumberg. Gleichwohl: Der aus dem Publikum geforderten gesetzliche Regelung wollte nur Stefanie Wiegand eine realistische Chance geben. Einig waren sich die vier Kandidaten darin, dass die Linken nicht in den Landtag kommen sollte. Ob sie Ja sage zu Rot-Rot-Grün – „Ich glaube nicht“ antwortete Stefanie Wiegand auf die Frage aus dem Publikum.