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Mehr als ein Spielplatz

Kinderhaus Rasselbande

Noch ist es eher ein Rasselbändchen, das hier die Räume mit Leben erfüllt. Doch schon mit der offiziellen Eröffnung am 27. November dürfte im neuen Kinderhaus Rasselbande reger Betrieb herrschen. Und das sicher nicht nur, weil sich zur Einweihung NRW-Familienministerin Ute Schäfer angekündigt hat.

VREDEN

, 15.10.2014
Mehr als ein Spielplatz

Jannis (5) und Lina (7) kommen schon jetzt gerne in das Kinderhaus Rasselbande.

„Es wächst und wächst“, sagt Eva-Maria Rensing. Die Leiterin des Kinderhauses an der Winterswijker Straße freut sich sichtlich über die große Resonanz bei den Eltern. „Wir haben am 1. August mit 13 Kindern angefangen, jetzt sind es schon 17. Es werden monatlich mehr.“ 50 Plätze hat das Kinderhaus bei Vollbelegung, davon 22 als U 3-Plätze. Schon ab einem Alter von vier Monaten können hier die Kleinen unterkommen, während die Eltern arbeiten.

„Das Kinderhaus Rasselbande sieht sich als Ergänzung zur Familie“, heißt es im Profil der Einrichtung. Dabei geht es vor allem darum, den Eltern weitgehend flexible Betreuungszeiten zu bieten bis hin zur Spontanbetreuung inklusive Ferienprogramm, die dann auch für Kinder bis 12 Jahren zur Verfügung steht. Das Konzept stammt vom Träger, der gemeinnützigen GmbH „Kinderhaus Rasselbande“, die seit 1995 flexible, unternehmensnahe Kinderbetreuung anbietet. Mit dem Vredener Kinderhaus gibt es in NRW nunmehr sieben Standorte. Gegründet wurde das seit 1998 als gemeinnützig anerkannte Unternehmen von Angelika Kirstein, die damals selbst vor der Frage stand, wie sie die Betreuung ihrer drei Söhne gestalten könnte.

Die Vredener verdanken dieses Betreuungsangebot, das sich ausdrücklich nicht als Konkurrenz, sondern „als Ergänzung zum bestehenden Angebot“ sieht, wie Rensing sagt, einem Netzwerk aus Unternehmen, der Bürgerstiftung Vreden, der Stadt Vreden und dem Kreisjugendamt Borken. Insgesamt gebe es 15 Kooperationspartner, erklärt Rensing. Unternehmen, die sich in die Finanzierung des Projektes einbringen, können sich auf diesem Weg Plätze für die Kinder ihrer Angestellten sichern. Nach einem ausgeklügelten Baukastenprinzip können Eltern für ihre Kinder individuell passgenau einen Betreuungsplatz buchen – entweder mit festen Kernzeiten oder mit einem fixen Stundenkontingent, das nach Bedarf erweiterbar ist. Hinzu kommen Leistungen wie Fahr- und Familiendienste, verlängerte Öffnungszeiten, Samstags- sowie Übernachtbetreuung, aber auch Spontan- und Ferienbetreuung für Kinder im Grundschulalter.

Dass es dabei nicht nur um Betreuung und Beaufsichtigung geht, zeigen ein Blick in die hellen, freundlichen Räume sowie in das pädagogische Konzept: „Das Kind als eigene Persönlichkeit wahrzunehmen, ernst zu nehmen, zu unterstützen und zu fördern, ist Ziel unserer pädagogisch-konzeptionellen Arbeit“, heißt es dort. Dabei folge man dem Grundgedanken Maria Montessoris: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Dass es auch dazu mitunter der Hilfe bedarf, liegt auf der Hand. So können sich die Rasselbande-Kinder auf einen Spielplatz auf dem Einrichtungsgelände freuen. Der soll nämlich mithilfe einer Spende der Bürgerstiftung in Höhe von 5 000 Euro gebaut werden. Den symbolischen Scheck dazu übergaben dessen Vorsitzender, Hermann Pennekamp, und Vorstandsmitglied Klaus Ostendorf. Bis zum Frühjahr soll der Spielplatz fertig sein. Man hoffe, dass die Bauarbeiten kommende Woche beginnen. Pennekamp: „Die Planungen stehen.“ 

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