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Millionenschaden bei Brand

Vreden Nach ersten Schätzungen mindestens eine Million Euro Sachschaden sind gestern bei einem Brand in einem kunststoffverarbeitenden Betrieb an der Heisenbergstraße entstanden. Menschen wurden nicht verletzt.

18.12.2007

Bis in die Nacht hinein waren Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr an der Brandstelle im Industriegebiet Gaxel im Einsatz: Die Dachhaut der 20 mal 50 Meter großen Produktionshalle wurde nach und nach abgetragen, um ganz sicher zu gehen, dass keine Glutnester mehr vorhanden waren. Der Einsatz begann aber schon um 13.25 Uhr: Eine Kunststoffpresse - eine Spezialanfertigung -, die mitten in der Halle steht, war aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die Feuerwehr gab Vollalarm über Sirene und Funkmeldeempfänger, die Löschzüge Vreden-Stadt und Ammeloe eilten nach Gaxel. Bei ihrer Ankunft schlug das Feuer schon durchs Dach, und starker Rauch entwickelte sich. Vorsorglich evakuierten deswegen Polizei und Feuerwehr auch die benachbarten Unternehmen und sperrten den Bereich kurzzeitig ab.

Unter Atemschutz

Das Feuer selbst wurde mit Hilfe von vier Schaum- und vier Strahlrohren erfolgreich bekämpft. Die Feuerwehrleute mussten allesamt unter Atemschutz zu Werke gehen, so dass das Atemschutzmodul aus Ahaus mit zusätzlicher Ausrüstung angefordert wurde - ebenso wie der Einsatzleitwagen II des Kreises Borken. "Wir sind mit 16 Feuerwehrfahrzeugen vor Ort", erklärte Stadtbrandmeister Bernhard Nienhaus, der gemeinsam mit seinem Stellvertreter Helmut Tenspolde den Einsatz leitete. Bis zu 80 Feuerwehrleute waren zeitweilig im Industriegebiet im Einsatz.

Auch die "Schnelle Eingreiftruppe" des Deutschen Roten Kreuzes wurde angefordert: Sie baute ein Versorgungszelt auf und kümmerte sich um das leibliche Wohl der Feuerwehrleute, die in schweißtreibender Arbeit das Feuer bekämpfen und später das Dach "Platte für Platte" abmontieren mussten. Außerdem stand vorsorglich auch ein Rettungswagen bereit.

Einsatz bis in die Nacht

"Drei bis vier Stunden wird es noch dauern", schätzte Alfred Kemper von der Freiwilligen Feuerwehr gegen 20 Uhr im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Der Löschzug Ammeloe habe abziehen können, der Löschzug Stadt und die DRK-Truppe seien noch vor Ort. "Wir arbeiten uns vor", beschrieb er die langwierige aber wichtige Suche nach Glutnestern im Dach. ewa/rol

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