Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Müssen mehr Busse her ?

Vreden Überfüllte Busse, Kinder mit Stehplatz auf der Treppe am Ausstieg, zu schnelle Geschwindigkeit - die Vorwürfe der Schulpflegschaften hatten es in sich.

17.01.2008

Müssen mehr Busse her ?

<p>Gute Laune trotz drangvoller Enge? "Morgen wird?s noch voller, da haben alle gleichzeitig Schluss", wussten die Schülerinnen und Schüler gestern um kurz nach 13 Uhr beim Einsteigen zu berichten. Winter-Weckenbrock</p>

Sie forderten in einem Antrag an den Rat unter anderem, dass die Beförderungszahlen für die einzelnen Busse offen gelegt werden und dass diese nach einem Praxistest - wenn die Schüler mit Schulranzen darin Platz finden müssen - neu berechnet wird. Darüber hinaus wünschten sie einen regelmäßigen "Runden Tisch" mit allen Beteiligten. "Die Situation wird ja sehr drastisch geschildert", spielte Theo Humberg (CDU) in der Ratssitzung am Mittwoch auf die "Tonlage" des Antrags an. Der "fordernde Ton" und der Antrag überhaupt wundere auch die Verwaltung, entgegnete Erster Beigeordneter Christoph Holtwisch: Die Verwaltung gehe jedem Hinweis und jeder Beschwerde nach. "Da hat sich offensichtlich 'was hochgeschaukelt", befand Elmar Kampshoff (UWG), und auch Thomas Funke (SPD) meinte: "Wenn da nichts wäre, gäbe es keinen solchen Antrag."

Nach langer Diskussion waren sich die Kommunalpolitiker sich schließlich darin einig, dass die Verwaltung den Vorwürfen nachgehen und Missstände gegebenenfalls schnell beheben solle. "Wir werden Probleme offen ansprechen und sie werden gelöst", betonte Bürgermeister Hermann Pennekamp. Keiner wolle doch "einen widerrechtlichen Schulbusverkehr". In der Schulausschusssitzung im Februar solle berichtet werden, lautete der Beschluss.

Helma Benke (Grüne) plädierte dafür, "alle mal an einen Tisch zu holen." Elmar Kampshoff (UWG) sah da gar nicht die Notwendigkeit: "Der Schulbusverkehr ist doch eine Leistung, die von der Stadt eingekauft wird", betonte er, "und dafür gibt es überprüfbare Kriterien."

Hans Bielevelt, Leiter der Walbertschule, verwies gegenüber der Münsterland Zeitung darauf, dass im November ein Gespräch mit Eltern, Stadt und Busunternehmen stattgefunden habe. Die Schülerzahl "passe", was die Busse angehe. Manchmal verhindere wohl "unüberlegtes, unsystematisches Handeln der Schüler" - zum Beispiel, den Platz für einen Freund freizuhalten - eine angemessene Verteilung auf die Busse.

Was den Vorwurf des Einsatzes "ausrangierter Reisebusse" angeht, betonte das beauftragte Unternehmen auf Anfrage, dass ausschließlich Linienbusse zum Einsatz kämen. ewa

Lesen Sie jetzt