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Musikalische Vollendung des Unvollendeten

Konzert in der Stiftskirche

VREDEN Die musikalische Vollendung von unvollendeten Werken präsentierte das Faust-Streichquartett am Sonntag im Kulturraum Stiftskirche in der Konzertreihe Fragmente.

von Von Hanne Feldhaus-Tenhumberg

, 19.04.2010
Musikalische Vollendung des Unvollendeten

Das Faust-Quartett spielte unvollendete Stücke im Hochchor der Stiftskirche.

Franz Schuberts Streichquartett c-moll D703 interpretierte das international ausgezeichnete Ensemble mit aufbauender Klangdichte, die in abrupten Akzentuierungen wechselten. Es zeigte das Wechselbad der Gefühle und die Flucht vor dem bürgerlichen Kapitalismus des 19. Jahrhunderts. Unvollendet der zweite Satz, nach 41 Takten bricht das Stück Stimme für Stimme ab.

Von dem Zeitgenossen Gyorgy Kurtág folgen zwölf Mikroludien in Verbindung mit Johann Sebastian Bachs Fugen aus dem Wohltemperiertem Klavier von Wolfgang Amadeus Mozart als Streichquartett bearbeitet. Es ist eine grandiose Symbiose der Atonalität mit seinen spannenden Effekten von Clustern, Glissandi oder Flageolets und dem schnörkellosen Barockklang.