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Natur ist das höchste Thema von Armin Turks Malerei

Ausstellungseröffnung

VREDEN Armin Turk fordert die Betrachter seiner Bilder auf, seiner Lebenslinie zu folgen. Und diese Lebenslinie ist geprägt Natur, persönlichen Eindrücken und Empfindungen und vor allem von Farbe. Am Sonntag eröffnete er seine Ausstellung im Vredener Berkelkraftwerk.

von Von Denise Perrevort-Elkemann

, 20.04.2010
Natur ist das höchste Thema von Armin Turks Malerei

Bei der Vernissage am Wochenende von Armin Turks (r.) Ausstellung im Berkelkraftwerk sprach Bernd Sikora einige einführende Worte.

„Ich nutze die Farbe als Mittel zur Darstellung meiner Empfindungen, sie ist Mittler von Licht und Raum“, sagte Armin Turk bei der Eröffnung. Turks Räume sind bunt, sie ziehen in den Bann und zeigen eine interessante Verbindung von Impression und Romantik. Belegen seine frühen Werke aus den 1970ern eine eindeutige Verbindung zum Impressionismus, erinnern an Monets „Seerosen“ oder seinen „Sonnenaufgang“, weisen die weiteren malerisch dokumentierten Schritte deutliche Veränderungen auf.

Sein impressionistischer Hang, die Natur zum höchsten Thema zu machen, bleibt, aber sein Malstil verwischt alles Figürliche und führt hin zum Abstrakten. Zeigen die Zeichnungen aus den 1980ern noch eindeutige Naturelemente wie Bäume oder Wiesen, zerfließen die Darstellungen in den kommenden Jahren zu einem großen malerischen Ganzen. Nicht mehr die naturgetreue Darstellung als solche liegt im Fokus des Künstlers – nun geht es ihm um die Spannung zwischen Nähe und Ferne, zwischen Erkennbarem und Erahnbarem.

Auf den ersten Blick mehr oder weniger monochrome Farbflächen verwandeln sich vor dem Auge des Betrachters in Landschaftsbilder. Die anfangs „nur“ blaue Fläche wird zu Meer und Himmel, der unklare, verschwommen braun-orange Bereich dazwischen wird zur Sandbank, zum Strand. Was genau in den leuchtenden Bildern Turks entdeckt wird, liegt im wahrsten Sinne des Wortes im Auge des jeweiligen Betrachters.