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Sirene ruft zum Altenheim

Vreden Die Sirene schrillt. Es brennt! Schwarzer Rauch versperrt die Sicht und raubt Umstehenden den Atem. Alle haben den bangen Blick auf das Krankenhaus und das Altenheim St. Josef geheftet, auch wenn die Gebäude nicht im Feuerglanz leuchten, sondern nur in der Abendsonne: Jetzt zählt jede Sekunde, denn noch sind Menschen eingeschlossen - so will es das Szenario der Großübung.

07.10.2007

Feuerwehr und Rotes Kreuz übten am Freitag den Ernstfall am Krankenhaus. An der geheim gehaltenen und groß angelegten Alarm-Übung der Feuerwehr Vreden nahmen beide Löschzüge Vreden-Ammeloe und Vreden-Stadt mit 60 Mitgliedern teil, sowie der DRK-Ortsverein mit acht Aktiven.

68 Lebensretter aktiv

Funkmelder und Sirene rissen die Lebensretter um 17.20 Uhr jäh aus der Vorfreude aufs Wochenende. Ihr gemeinsamer Einsatzort: das Krankenhaus. Ziel der Übung: die Durchführung einer Teil-Evakuierung des Krankenhauses unter realistischen Bedingungen und unter den Augen fachkundiger Beobachter.

Die Regisseure der Übung waren von einem Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung aus einem Müllbehälter im ersten Obergeschoss des Altenheims Sankt Ludger ausgegangen. Um die Situation möglichst realistisch erscheinen zu lassen, hatten die Organisatoren der Übung 20 Personen in verschiedenen Zimmern postiert, die es zu retten galt. Bei ihnen handelte es sowohl um DRK-Mitglieder als auch um Bewohner des Seniorenheims.

Die Feuerwehr musste mit geschulterten Atemschutzgeräten die Bewohner finden, beruhigen und dann ins Freie retten, wo das Rote Kreuz die "Verletzten" übernahm. Die Aufgabe der Aktiven des DRK war es, die Geretteten notärztlich versorgen zu lassen oder sie weiter zu betreuen.

Die Aktiven waren sich in der Einsatzbesprechung einig, dass sich die Organisatoren der Übung um Wehrführer Bernhard Nienhaus eine sehr schwierige Aufgabe ausgedacht hatten, da die zu rettenden Bewohner und Patienten teilweise im Rollstuhl saßen oder behindert waren. Funktechnisch unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch den für Großeinsätze besonders ausgerüstenen Einsatzleitwagen des Kreises.

"Wichtige Erfahrungen"

Trotz der besonderen Herausforderung fiel die Manöverkritik positiv aus: Einsatzleiter Helmut Tenspolde vom Löschzug Ammeloe resümierte: " Es zeigt sich wieder einmal, wie wichtig das realistische Üben einer solchen Gefahrenlage ist, die ja jederzeit eintreten kann." Nur so könnten die Schwierigkeiten der Logistik und Kommunikation unterhalb der verschiedenen Einsatzkräfte und Organisationen erlebbar gemacht werden. Die aufgefallenen Schwachstellen würden jetzt im Nachhinein besprochen und für die Zukunft vermieden.

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