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Tenspolde verabschiedet

Vreden/Kreis Was Rang und Namen in der Feuerwehr hat, traf sich am Freitagabend im neuen Vredener Gerätehaus. Es hieß einen verdienten Feuerwehrkameraden aus dem aktiven Feuerwehrdienst zu verabschieden: Kreisbrandmeister Heinz Tenspolde, der mit dem Erreichen der Altersgrenze den aktiven Dienst quittieren muss.

21.10.2007

42 Jahre gehört Heinz Tenspolde, der, wie er sagt aus einer Feuerwehrfamilie stammt (sein Großvater war Mitbegründer der Freiwilligen Feuerwehr Vreden) der Feuerwehr an. Bereits mit 17 Jahren trat er 1965 der Vredener Feuerwehr bei. Von 1987 bis 1988 bekleidete Tenspolde das Amt des stellvertretenden Stadtbrandmeisters, bevor er 1989 zum Stadtbrandmeister ernannt wurde. Dieses Amt hatte er bis zu seiner Ernennung zum Kreisbrandmeister 1993 inne.

Landrat Gerhard Wiesmann würdigte die enorm hohe Fachkompetenz des scheidenden Kreisbrandmeisters. Einen besonderen Stellenwert habe das persönliche Gespräch mit allen Feuerwehrmännern des Kreises, aber auch im Kollegenkreis auf Bezirks- und Landesebene gehabt.

Entschlusskraft

Wiesmann erinnerte an die Feuerwerkska tastrophe am 13. Mai 2000 im niederländischen Enschede, bei der Tenspolde sowohl seinen Sachverstand als auch seine Entschlussbereitschaft unter Beweis gestellt habe.

Dieses Ereignis habe auch dazu geführt, dass er die grenzüberschreitende Kooperation im Katastrophenschutz förderte. Dafür wurde er in Holland mit dem "Otto-von-der-Gablenz-Preis" ausgezeichnet. Ferner wurde ihm für seine herausragenden Verdienste für das Feuerlöschwesen im Jahr 2000 das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber und im Jahr 2006 das Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe in Silber verliehen.

Jugendarbeit

Ein ganz besonderes Anliegen Tenspoldes war die Jugendarbeit. So sei es ihm gelungen, in 14 von 17 Städten und Gemeinden des Kreises Borken eine Jugendfeuerwehr zu installieren.

"Standing ovations" der mehr als 400 Gäste bekundeten die Beliebtheit Tenspoldes in den Wehren. Im Namen von 12 800 Feuerwehrmännern und -frauen sprach Bezirksbrandmeister Klaus Mönch (Waltrop) Tenspolde Dank und Anerkennung aus. Er habe in den 14 Dienstjahren viel bewirkt und zielorientiert geschaffen. Stellvertretender Kreisbrandmeister Heinz Wenning (Bocholt) überreichte als Abschiedsgeschenk des Kreisfeuerwehrverbandes ein Fitnessgerät. Tenspolde hatte die Lacher auf seiner Seite, als er sofort eine Ehrenrunde mit dem neuen Fahrrad drehte. "Ohne meine Frau Helga hätte es das Kapitel Feuerwehr so nie gegeben", dankte Tenspolde seiner Familie, die ihn immer unterstützt habe. Seinem Nachfolger Johannes Thesing (Foto) aus Heiden wünschte er: "Treff stets die richtigen Entscheidungen." fjs

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