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Vater gesteht Missbrauch

Vreden Eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verhängte das Schöffengericht in Ahaus gestern gegen einen 50-jährigen Mann aus Vreden, der sich wegen sexueller Missbrauchs der eigenen beiden Kinder in drei Fällen verantworten musste.

24.08.2007

Die Strafe wurde mit einer Auflage von 150 Sozialstunden für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Zu einem Geständnis konnte sich der Mann erst in buchstäblich letzter Sekunde durchringen. Dadurch konnten das Gericht auf die belastende Zeugenaussage der beiden Opfer, die heute erwachsen sind, verzichten. Das honorierten die Richter und setzten die Strafe zur Bewährung aus. Ohne seine Einlassungen hätte der 50-Jährige ins Gefängnis gemusst. Daran ließen die Richter keinen Zweifel.

Ein weiteres Argument für die Bewährungsstrafe: Die Taten liegen bereits eine geraume Zeit zurück: Der Mann hat sie zwischen 1982 bis 1991 begangen. Seitdem ist der Angeklagte nicht wieder auffällig geworden.

Verdrängung

Der 50-Jährige versuchte vor Gericht den Missbrauch zunächst durch angeblich fehlende Erinnerung zu verdrängen. Erst nach massiven Vorhaltungen und auch gutem Zureden von Seiten des Gerichts und der Staatsanwaltschaft räumte er die Vorkommnisse, die zeitlich nicht mehr genau eingegrenzt werden konnten, ein.

Die beiden Opfer waren zum Tatzeitpunkt noch sehr jung - zwischen drei und sieben Jahren: Zwei Mal hatte der Vredener sich 1982 bis 1984 an seiner im Jahre 1979 geborenen Tochter durch Erzwingung des Oralverkehrs - einmal im Zimmer des Kindes und einmal im Wohnzimmer - vergangen. Im Jahre 1991 missbrauchte er sein 1984 geborenes Mädchen. Es musste den Vater, der in der Badewanne saß, sexuell befriedigen.

Die Kinder hatten Angst vor ihm und durften über die Geschehnisse nicht reden. Kontakt zu dem Vater haben die Mädchen schon seit langem nicht mehr. Die beiden heute 28 und 22 Jahre alten jungen Frauen haben bis zum vergangenen Jahr die sie noch heute belastenden Vorkommnisse verschwiegen.

Minderjährige schützen

Erst als der Vater nach der Scheidung eine neue Partnerschaft einging, rangen sie sich zu einer Strafanzeige durch, um die minderjährigen Kinder der neuen Partnerin zu schützen. ek

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