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Versorgung der Menschen sicher stellen

14.01.2008

Versorgung der Menschen sicher stellen

<p>Johannes Röring (r.) sprach beim Landwirtschaftlichen Ortsverein Ellewick-Crosewick-Zwillbrock. Spark</p>

Vreden "Naturschutz darf nicht gegen die Landwirtschaft durchgesetzt werden", so umschrieb Dr. Christoph Holtwisch, Erster Beigeordneter der Stadt Vreden, sein Verhältnis zur Landwirtschaft - am Donnerstag bei den Landwirten des Ortsverbandes Ellewick-Crosewick-Zwillbrock, die sich zur Versammlung in der Gastwirtschaft Sahlmer getroffen hatten. Innerhalb der Landwirtschaft konkurrierten Erzeugung von Agrarprodukten und Energieerzeugung mit der Ausweisung von Naturschutzgebieten. Darüber hinaus werde sich die Landwirtschaft wegen Wegfall der Zölle und weiterer Beschränkungen auf den internationalen Markt einstellen müssen.

Kreisverbandsvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Johannes Röring betonte, nur die Landwirtschaft könne den steigenden Nahrungsmittel- und Energiebedarf erzeugen. Die Getreideerzeugung müsse bis 2055 um 55 Prozent gesteigert werden, um den weltweiten Nahrungsmittelbedarf befriedigen zu können. Von den 13 Milliarden Hektar Festland auf der Erde könnten gerade 1,6 Milliarden landwirtschaftlich genutzt werden. Die Ackererträge müssten verdoppelt werden, um die Menschheit versorgen zu können.

Blauzungenkrankheit

Kreislandwirt Heinrich Emming betonte, dass die Blauzungenkrankheit ein internationales Problem sei. Es sei ein Impfstoff gegen diese Krankheit entwickelt worden, der demnächst einsatzbereit sein werde.

Für Emming ist die Milch "ein Spielball der Politik". Er hält die Quotierung der Milch für grundverkehrt. Die Quotierung gelte bis 2015 und werde nicht verlängert werden können. Der Weltmarktbedarf der Milch steigt jedes Jahr um drei Prozent. Auch die Ermittlung von "Übermilch", der Milch, die mehr produziert wird als nach Quote zugestanden, existiere nur auf dem Papier.

Nach Emmings Überzeugung werde der Markt den Milchpreis regeln. Zwischen Landwirt oder einem Zusammenschluss von Landwirten und Molkerei würden Preise ausgehandelt werden. Mit welcher Molkerei und zu welchen Bedingungen, würden die Vertragsparteien selbst entscheiden. "Hauptsache ist, dass das Geld in unser Portemonnaie kommt." sp

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