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Wie wäre es mit einem Osterspaziergang um den Lüntener Fischteich?

Naturschutzgebiet

VREDEN Bis auf die eigenen Schritte auf dem Holzbohlenweg ist nichts zu hören, bis plötzlich das aufgeregt-heisere Schnattern zweier Graugänse die Stille durchbricht. Die stolzen Vögel setzen an zu einer Flugrunde über den "Lüntener Fischteich".

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 01.04.2010
Wie wäre es mit einem Osterspaziergang um den Lüntener Fischteich?

Irgendwie wie auf dem Mond sieht es noch aus beim neu angelegten Gewässer am Lüntener Fischteich.

Dort, wo früher die älteren Einwohner Lüntens Schwimmen gelernt oder im Winter auf der Eisfläche ihre Runden gezogen haben, hat seit nun mehr als 51 Jahren die Natur Vorrang. Denn das Naturschutzgebiet rund um den nährstoffarmen Heideweiher ist Lebensraum für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten, die sich jetzt noch besser und mehr ansiedeln können.   Im Rahmen des Projekts "Grenzenlose Naturerlebnisse" ist ein neues Gewässer angelegt und die Umgebung des bestehenden optimiert worden. Im Moment erinnert die etwa drei Hektar große, direkt an einem Wirtschaftsweg gelegene Fläche eher an eine Mondlandschaft: Der nährstoffreiche Boden ist abgeschoben, der darunter liegende ocker- bis hellsandfarbene Boden freigelegt worden. Unförmige Ausmaße Hier und da sind dunkle Stellen zu erkennen: "Torflinsen", stellt Birgit Zimmermann vom Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises mit geschultem Blick fest. "Das Gewässer hat eigentlich die Form einer Acht", betont sie. Im Moment aber hat es unförmige Ausmaße angenommen - Schneeschmelze und Regen haben Spuren hinterlassen. Schon jetzt ist die Landschaftsarchitektin gespannt, wie sich dort alles entwickeln wird: Sie erwartet, das unter anderem auch Lungenenzian und Sonnentau wachsen, Heide sowieso: "Ich glaube, dass alte Samenbestände wieder keimen, nachdem der Boden jetzt freigelegt wurde." Wollgras und Glockenheide gibt es ja bereits auch "nebenan" am alten Heideweiher zu bewundern. Ein bis zwei Jahre werde es dauern, bis sich die Fläche von allein begrünt habe, blickt Birgit Zimmermann voraus.

Größerer Lebensraum für den Schwarzspecht Vergrößert wurde durch die Umwandlung des Ackers auch der Lebensraum zum Beispiel für den Schwarzspecht, dessen Klopfen auch in diesen Tagen zu hören ist, oder den Baumfalken, der nur im Sommer auf Fliegenjagd gehen wird am Fischteich.