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Wieder Wasser: Mühlrad kann sich wieder drehen

Huningsche Wassermühle stand drei Jahre still

Drei Jahre lang stand die Wassermühle wegen der Bauarbeiten am Kult still. Bevor das Wasserrad sich wieder drehen konnte, musste es repariert werden.

Vreden

, 05.04.2018
Wieder Wasser: Mühlrad kann sich wieder drehen

Nach drei Jahren Zwangspause mahlt die Huningsche Wassermühle seit dem Heimattag wieder. Foto: © Victoria Thünte

Sie mahlt wieder. Nach drei Jahren Zwangspause hat die Huningsche Wassermühle am Heimattag den Betrieb wieder aufgenommen. Während der Bauphase des Kulturhistorischen Zentrums stand das Wasserrad still. „Der Stadtgraben war abgelassen, die Mühle hatte also keinen Zufluss mehr“, sagt Friedrich Volmer, „Möllenbaas“ des Möllenkrings im Vredener Heimatverein. Unterirdisch sind zwischen dem Stadtgraben und der Mühle Rohre verlegt. Das Wasser, das vom Stadtgraben kommt, treibt das Rad an und fließt dann in die Berkel ab.

„De Mölle geht van Stohn kapott“, das sagte schon der alte Müllermeister Johann Huning. Er ist inzwischen verstorben, aber der Möllenkring gibt noch immer viel auf seine Ratschläge. „Die Mühle hat sehr unter dem Stillstand gelitten“, sagt Friedrich Volmer. Das Wasserrad musste repariert werden, die Schaufeln und die Verkeilung waren kaputt. Die Kosten für die Reparatur hat der Kreis Borken, in dessen Besitz sich die Mühle seit Oktober 2016 befindet, übernommen.

Wieder Wasser: Mühlrad kann sich wieder drehen

Friedrich Volmer (r.) wurde von Willi Niemann zum Ehrenmitglied Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) ernannt. Foto: Hubert Stroetmann

Jetzt wird der Möllenkring den regelmäßigen Betrieb der Mühle wieder aufnehmen. „Es sind über 100 Stunden in diesem Jahr geplant“, sagt Friedrich Volmer. Der nächste Termin ist der Mühlentag am Pfingstmontag, 21. Mai. Dann soll sich das Wasserrad wieder drehen. Aus dem gemahlenen Mehl wird Brot gebacken, das die Besucher kaufen können.

Seit 1998 im Stadtpark

Die Huningsche Wassermühle wurde im Jahr 1811 am Huningsbach in Ammeloe gebaut. 1978 wurde der Bach im Zuge der Flurbereinigung verlegt, die Wassermühle stand still. 1993 dann haben Mitglieder des Heimatvereins unter der Leitung von Friedrich Volmer damit begonnen, die Mühle abzubauen. „Die Teile haben wir im Park eingelagert und restauriert“, sagt der „Möllenbaas“. Dann hat der Möllenkring die Mühle im Stadtpark wieder aufgebaut. „Seit 1998 hat sie wieder gemahlen“, erinnert sich Friedrich Volmer.

Neben der Erhaltungsarbeit der Wassermühle hat er auch den Fachwerkspeicher vom Hof Ewers-Hüsing (Ahaus-Ammeln) aus dem Jahr 1783 bewahrt, der ebenfalls in der Museums-Hofanlage steht, sowie mit der Herausgabe von Büchern zur Bauerschaft Doemern und mit plattdeutschen Texten außerordentlich Verdienstvolles geleistet. Das sagte Willi Niemann von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) am Heimattag über Friedrich Volmer. Er ernannte den Vredener zum Ehrenmitglied der DGM. Für den ist diese Anerkennung jedoch nicht sein eigener Verdienst. „Es ist eine Auszeichnung für den gesamten Möllenkring. Ich bin nur der Aufhänger“, sagt er.