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WM-Aus für Stindl und Gnabry: Chance für Reus und Götze?

Berlin. Für den Gladbacher Stindl ist der WM-Traum geplatzt. Auch Hoffenheims Gnabry muss die Hoffnung auf ein Russland-Ticket begraben. Das könnte die Karten bei Löw neu mischen: Die Dortmunder Götze und Reus hoffen noch. Die zwei größten Fragezeichen aber gibt es in München.

WM-Aus für Stindl und Gnabry: Chance für Reus und Götze?

Gladbachs Lars Stindl (m) wird von zwei Betreuern gestützt vom Platz gebracht. Foto: Guido Kirchner

Nach dem bitteren Aus für Lars Stindl und Serge Gnabry fehlen im WM-Kaderpuzzle von Bundestrainer Joachim Löw einige Teile.

Dazu gibt es zwei Wochen vor Bekanntgabe des erweiterten WM-Kaders zwei große Fragezeichen: Ob Kapitän Manuel Neuer und dessen Münchner Weltmeisterkollege Jérôme Boateng rechtzeitig bis zur Fußball-WM vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland ihre Verletzungen ausgeheilt haben und fit sind, ist weiter fraglich.

„Sich zu diesem Zeitpunkt so schwer zu verletzen, ist sehr hart“, sagte Stindl, der seit Juni 2017 zum deutschen Nationalteam gehört. Mönchengladbachs Kapitän hatte seit dem erfolgreich Auftritt beim Confed Cup im Vorjahr in Russland in den Plänen des Bundestrainers eine wichtige Rolle gespielt. Nun könnten andere Optionen greifen: Vor allem die zuletzt von Löw nicht berücksichtigten Dortmunder Mario Götze und Marco Reus hoffen auf ein WM-Ticket.

Stindl soll nach einer schweren Kapsel- und Bandverletzung des Syndesmosebands im linken Sprunggelenk zeitnah operiert werden. Der 29 Jahre alte Offensivspieler fällt mehrere Wochen aus, teilte die Borussia nach genauen Untersuchungen mit.

Nach der Verletzung im Spiel der Gladbacher beim FC Schalke 04 (1:1) war bei Stindl der Frust groß. „Zum einen kann ich der Mannschaft jetzt nicht im wichtigen Saisonfinale helfen, zum anderen ist es sehr bitter, dass damit auch mein WM-Traum geplatzt ist.“ Borussen-Coach Dieter Hecking sagte der „Bild am Sonntag“: „Das ist eine Katastrophe für Lars.“ Stindl absolvierte bisher elf Länderspiele, in denen er vier Tore erzielte.

Auch für Serge Gnabry, der sich nach zuletzt sieben Toren in sieben Ligaspielen zumindest Außenseiterchancen auf einen Platz in Löws Elitekader ausgerechnet hatte, muss in die Rehabilitation statt wie erhofft ins WM-Trainingslager. Der 22-Jährige zog sich beim 3:1 von 1899 Hoffenheim gegen Hannover 96 nach Angaben des Clubs einen Muskelbündelriss in den Adduktoren zu. Eine rechtzeitige Heilung der Oberschenkelblessur noch vor der WM ist ausgeschlossen.

Löw hat im offensiven Mittelfeld auch nach dem Ausfall von Stindl und Gnabry noch eine große Auswahl. Mesut Özil und Thomas Müller sind für die Stammelf gesetzt, Julian Draxler zumindest für den WM-Kader. Dazu sehen die Youngster Leroy Sané (Manchester City) und der Leverkusener Julian Brandt gute Chancen für sich.

Auf Götze und Reus hatte Bundestrainer Löw bei den jüngsten Testspielen im März gegen Spanien (1:1) und Brasilien (0:1) verzichtet. Beide haben beim BVB ihre Form inzwischen verbessert. Dagegen kam Clubkollege André Schürrle in Dortmund zuletzt wieder über eine Reservistenrolle nicht hinaus. Löw hat bereits erklärt: „In der Nationalmannschaft ist noch ein anderer Druck.“

Die spannendste Frage vor der Bekanntgabe von Löws vorläufigen WM Kader am 15. Mai bleibt, ob Kapitän Neuer nach langer Pause noch in den Wettkampfmodus zurückkehrt und wie lange Bayern-Kollege Boateng wegen einer Adduktoren-Verletzung pausieren muss. „Jetzt heißt es kämpfen, um in Russland dabei zu sein. Dafür werde ich alles geben“, hatte der 29 Jahre alte Weltmeister Boateng betont.

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