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Blick auf Olympia 2018

Was die Wintersport-Asse in Pyeongchang erwartet

Pyeongchang Zum zweiten Mal nach Seoul bei Sommerspielen 1988 trifft sich die Sportwelt zu Olympischen Spielen in Südkorea. Nach zwei gescheiterten Bewerbungen 2010 und 2014 empfängt die bislang eher verschlafene Bergregion Pyeongchang nur 80 Kilometer entfernt von der Grenze zu Nordkorea die besten Winter-Athleten der Welt. Wir haben aufgelistet, was die knapp 3000 Akteure aus fast 100 Nationen vom 9. bis 25. Februar 2018 in Südkorea erwartet.

Was die Wintersport-Asse in Pyeongchang erwartet

Das Olympische Stadion in Pyeongchang hat eine ungewöhnliche Form. Foto: picture alliance / -/kyodo/dpa

KURZE WEGE

Schon die Evaluierungskommission unter der Leitung von IOC-Mitglied Gunilla Lindberg attestierte Pyeongchang ein sehr kompaktes Sportstättenkonzept. Die Skisportler können „Spiele der kurzen Wege“ genießen. Nur wenige hundert Meter sind im Mountain Cluster das Skistadion, die Schanzen, die Biathlon-Arena und Bob- sowie Rodelbahn im Alpensia-Zentrum voneinander entfernt.

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WENIG ZUSCHAUER

Die Atmosphäre wird vermutlich nicht so sein, wie es Athleten von zurückliegenden Spielen kennen. Wintersport hat keine großen Traditionen in Südkorea. Die Veranstalter haben sich dennoch das stolze Ziel von mehr als einer Million verkauften Tickets gesetzt. Bis zum November waren noch nicht einmal 400 000 Eintrittskarten an den Mann gebracht. In den verbleibenden Wochen hoffen die Organisationen, die Stimmung mit dem olympischen Fackellauf durch das Land noch einmal anheizen zu können. Um Lücken auf den Olympia-Tribünen zu vermeiden, werden die Veranstalter sehr preisgünstige Tickets an Schulen, Organisationen und einheimische Unternehmen abgeben.

POLITISCHE HEMMNISSE

Lange Zeit war das Land wegen des Korruptionsskandals um eine Vertraute der inzwischen entmachteten Staatspräsidentin Park Geun Hye wie gelähmt. „Das hat den Boom schon beeinträchtigt“, räumte der Generalsekretär des Organisations-Komitees POCOG, Yeo Hyung Koo, nach den Testwettbewerben ein. Zudem beunruhigen die ständigen nordkoreanischen Atom- und Raketentests nicht nur die einheimische Bevölkerung. Kein Wunder also, dass viele Südkoreaner noch skeptisch nach Pyeongchang blicken.

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OLYMPIAPARK

Hier wird es vermutlich den größten Andrang geben, wenn die einheimische Shorttracker in der Ice Arena ihre größten Goldchancen ausspielen wollen. Jede Veranstaltung wird ausverkauft sein, weil der Kurzbahn-Eissprint als einzige Wintersportart eine Tradition in Lande besitzt. Auch alle Eishockeyspiele, Eiskunstlauf und Curling werden im Coastal Cluster der rund 200 000 Einwohner zählenden Küstenstadt Gangneung ausgetragen, die etwa eine halbe Fahrstunde vom Alpensia-Zentrum entfernt ist. Für die Eissportler gibt es in Gangneung ein eigenständiges Olympisches Dorf.

FÜNFECK

Eine ungewöhnliche, fünfeckige Form inmitten der Bergregion hat das Olympiastadion mit 35 000 Zuschauerplätzen. Die Arena für Eröffnungs- und Abschlussfeier wurde erst im Herbst 2017 als letzte der olympischen Sportstätten fertiggestellt. Nach den Spielen wird der komplette Oberrang der temporären Anlage wieder abgerissen, im verbleibenden Stadion soll danach ein örtliches Eishockey-Team seine Heimspielstätte bekommen, das umliegende Gelände für ein Museum oder Freizeiteinrichtungen nutzbar gemacht werden.



EXPRESS-ZUG

Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke wird ab Ende dieses Jahres Pyeongchang in einer guten Stunde Zugfahrt von Seoul aus erreichbar sein. Auf der modernisierten Autobahn benötigt man knapp drei Stunden von der West- an die Ostküste des Landes. Einen Flughafen hat die Olympia-Region nicht, die meisten ausländische Gäste landen in Incheon vor den Toren Seouls.

Von dpa

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