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Nach 44 Ickerner Volksläufen ist Schluss

Leichtathletik in Castrop-Rauxel

Die 44. Auflage des Ickerner Volkslaufes wird am kommenden Sonntag, 29. April, wieder mehrere Hundert Sportler anlocken. Diese starten dann zwischen 9.30 Uhr und 13 Uhr in verschiedenen Wettkämpfen über 500 Meter (Bambini), 1300 Meter, 5 Kilometer, 10 Kilometer sowie im Halbmarathon (21,1 Kilometer) .

Castrop-Rauxel

, 24.04.2018
Nach 44 Ickerner Volksläufen ist Schluss

Bis zu 800 Sportler nahmen in der Vergangenheit am Ickerner Volkslauf teil. © Volker Engel

Dominik Schumann, Mitorganisator der Veranstaltung und neuer 2. Leiter der Allgemeinen Turnabteilung des TuS, berichtete am vergangenen Donnerstag: „Der Volkslauf für 2018 ist auf einem guten Weg, alle Genehmigungen sind erteilt, die Wege sind frei – und wir hoffen auf gutes Wetter.“ Bis dato lagen ihm 100 Voranmeldungen vor. Schumann erklärte: „Das entspricht auch in etwa unseren Erfahrungen der Vorjahre entspricht.“ Einige Gruppen aus Schulen und Vereine hätten ihre Teilnahme angekündigt und würden wohl bald ihre Anmeldungen einreichen.

Letztlich waren 2017 insgesamt 390 Läufer mit Start und Ziel an der Uferstraße in Ickern-End unterwegs gewesen. Der Rekord von Anfang der 2000er steht bei rund 800 Teilnehmern.

Trotz des aktuellen Optimismusses kündigte Dominik Schumann jetzt an, dass der 44. Ickerner Volkslauf der letzte „in der jetzigen Form“ seien werde. Das hätten die verantwortlichen der Allgemeinen Turnabteilung beschlossen. Denn die freiwilligen Helfer investierten stets viel Zeit, Arbeit und Geld in die Veranstaltung. Schumann betonte: „Umgekehrt bleibt finanziell von Jahr zu Jahr immer weniger für die Abteilung übrig. Wir sind uns einig, dass wir unsere Zeit auf andere Art und Weise sinnvoller für den Verein investieren können.“

Kein Obstacle Race

Ein weiteres Argument für das Aus des Laufes sei, dass die Breitensportler heutzutage „vermehrt das Erlebnis wie etwa Hindernisläufe“ (Schumann) sogenannte Obstacle Races suchten. Dominik Schumann betonte: „Wir sind als Verein nicht in der Lage, eine entsprechende Veranstaltung zu stemmen, die den Ansprüchen an Erlebnis und Unterhaltung gerecht wird. Die Investitionssumme wäre immens.“

Die Sportler, die klassische Laufveranstaltungen schätzen, werden zwar nicht weniger. Die Zahl der Veranstaltungen in der Region sei aber größer geworden. Dominik Schumann erklärte: Wer läuft schon in Ickern einen Halbmarathon, wenn er am selben Tag in Hamburg laufen kann – oder in einer anderen Stadt. Wir wollen nicht konkurrieren und immer größer werden müssen.“

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