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Vredener Topleistung bleibt ohne Krönung

Fußball-Westfalenliga: SpVgg spielt 0:0

Die SpVgg Vreden lieferte im Hopp-oder-Top-Spiel bei Preußen Münster II ihr bestes Auswärtsspiel ab. Letztlich stand aber nur ein Remis. Das könnte mit Blick auf den Saisonendspurt zu wenig sein.

VERDEN

von Michael Schley

, 29.04.2018
Vredener Topleistung bleibt ohne Krönung

Nils Temme (l.) hatte den Lucky Punch auf dem Fuß. Ob das Glas der Vredener nun weiter halb voll oder schon halb leer ist, wird sich zeigen. Die SpVgg muss nun liefern. © Michael Schley

Der Plan ist voll aufgegangen, nur ein wesentliches Detail fehlte: Die SpVgg Vreden machte aus ihren Gelegenheiten eben nicht das eine Tor, um den Rückstand auf den Gastgeber Preußen Münster II zu verkürzen. Das torlose Remis hilft dem Tabellenzweiten im Endspurt um den Relegationsplatz sicher mehr. Dieser muss nach Torjäger Luca Steinfeldt nun aber auch noch seinen zentralen Spielgestalter ersetzen: Mehmet Kara handelte sich kurz vor dem die Rote Karte ein.

Vredens Trainer Marcus Feldkamp musste in seiner Analyse die Gesamtlage von der gezeigten Leistung im direkten Duell um Platz zwei trennen. „Natürlich ist ein Unentschieden in unserer Situation eigentlich zu wenig. Aber: Die Mannschaft hat alles rausgehauen, das umgesetzt, was wir ihr mitgegeben haben. Leider hat sie sich nicht belohnen können“, sah Feldkamp auch zwei große Optionen für den Lucky Punch: Zunächst hatte Nico Klein-Günnewick im Eins-gegen-Eins diesen auf dem Fuß (85.), dann hatte Nils Temme kein Abschlussglück (87.).

Körner gespart

Schon in Hälfte eins war Temme zweimal auf dem Weg, den Knoten zum Platzen zu bringen. Ebenso oft Niklas Niehuis. „Wir haben in der ersten Hälfte bewusst ein wenig tiefer gestanden, um im weiteren Verlauf noch Körner zu haben.“ Die Taktik war erfolgreich: Feldkamp sah nur einmal Gefahr durch die Preußen-Offensive in Person von Tobias Warschweski für das eigene Tor aufkommen.

Nach der Pause stellte sich Vreden höher auf. Es musste schließlich aktiv bleiben, um in diesem Spiel den Abstand zum Gegner zu verkürzen. Münster beschränkte sich überwiegend darauf, den Punkt zu halten. „Ich hatte nix Nennenswertes auf dem Zettel“, fasste Feldkamp die Münsteraner Offensivbemühungen zusammen.

Die SpVgg versuchte nach einem weiteren Versuch von Nils Temme (65.) noch einmal alles. Doch auch die Großchancen in der Schlussphase führten nicht ins Ziel.

„Wir haben unser bestes Auswärtsspiel gemacht. Dennoch: Wenn du keine Tore erzwingst, dann gewinnst du halt nicht“, haderte Feldkamp. Aufgeben werde man nicht. „Im Fußball ist schon so viel passiert. Wir müssen für alle Eventualitäten gewappnet sein. Und das heutige Spiel gibt mir allen Anlass zu glauben, dass das Team das auch verstanden hat“, fuhr Feldkamp mit einem „gemischten wie guten Gefühl" nach Hause. Wohlwissend, dass man in den letzten vier Spielen nun „komplett liefern“ muss.

SpVgg Vreden: Ottink - Hahn, Enning, Ivanusic, Wiesweg, Hakvoort (76. Vieira Martins), Niehuis, Kondring (82. Klein-Günnewick), Roßmöller, Möllers, N. Temme. Tore: Fehlanzeige Rote Karte: Kara, Münster (90.). Zuschauer: 150