Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Es gibt noch eine Chance auf die Qualifikation zum Westfalenpokal

Lüner SV - BSV Schüren 0:1

Westfalenligist Lüner SV ist nach schwacher Leistung im Kreispokal-Halbfinale ausgeschieden. Mario Plechaty war nach der Niederlage sauer. Um am Westfalenpokal teilzunehmen, hat der LSV aber noch eine Hintertür offen.

Lünen

von Sebastian Reith

, 02.05.2018
Es gibt noch eine Chance auf die Qualifikation zum Westfalenpokal

Lünens Sturmspitze Fabian Pfennigstorf hatte am Mittwochabend viel Pech. Schüren hatte sich gut auf den Angreifer eingestellt und deckte ihn eng. Nur eine Schusschance erhielt er – und diese blockte ein Fuß ab. © Reith

Eigentlich stellt sich Mario Plechaty, Trainer des Fußball-Westfalenligisten Lüner SV ja vor seine Mannschaft nach schlechten Spielen. Am Mittwochabend war das nach der 0:1-Niederlage im Halbfinale des Dortmunder Kreispokals gegen den klassentieferen Landesligisten BSV Schüren jedoch nicht der Fall.

„Ich muss aufpassen, was ich sage“, sagte Plechaty im Interview nach Schlusspfiff, „man muss so ein Spiel annehmen, sich auf so ein Spiel richtig vorbereiten – und ich habe nicht bei allen Spielern gesehen, dass sie wissen, worum es ging. Einige wissen gar nicht, dass man sich für den Westfalenpokal qualifizieren kann. Ich bin sehr enttäuscht von der Mannschaft. Das war ich schon lange nicht mehr. Das ist zu wenig.“

Elfmeterpfiff blieb aus

Gar nicht erwähnte Lünens Trainer, dass es kurz nach dem Rückstand noch hätte Elfmeter für den LSV geben müssen. Schürens Kapitän Michael Oscislawski unterlief zehn Minuten vor Abpfiff ein Handspiel im Sechszehner. Das Tor zwei Minuten zuvor hatte der LSV durch Stellungsfehler begünstigt. Mohamed El Moudni zog freistehend in die lange Ecke ab. Florian Fischer im Lüner Tor hatte keine Chance.

Fischer war am Mittwochabend der mit Abstand beste Lüner und hielt mit seinen Paraden den LSV länger im Rennen, als er es verdient hatte. Binnen zwei Minuten hatte Fischer gegen Stürmer Soundiata Fernandes Gomes (67., 69.) die Pranke oder den Fuß draußen. Glück hatte der LSV, als Gomes zwei Minuten nach dem Seitenwechsel den Ball freistehend aus kurzer Distanz in den Lüner Himmel setzte. „An dem können sich alle ein Beispiel nehmen“, sagte Plechaty über Gomes – der schon über 40 Jahre alt ist, aber den LSV mehrfach alt aussehen ließ. Nach vorne ging bei den Lünern nämlich ganz wenig. Eine echte Torchance gab es nicht. „Wir sind einfach zu harmlos im Moment. Vorne fehlt die Leichtigkeit. Einige sind außer Form. Da kann ich die komplette Offensive aufzählen“, so Plechaty.

Es gibt noch eine Chance auf die Qualifikation zum Westfalenpokal

Yasin Acar wurde ständig geblockt. Fahrt nahm er über den rechten Flügel nur ab Mitte der ersten Halbzeit auf, als der LSV etwas Tempo entwickelte. © Reith

„Wir sind alle Dortmunder Jungs!“, sangen Schürens Fußballer nach dem Finaleinzug, während die LSV-Akteure mit hängenden Köpfen den Rasen im Stadion Schwansbell verließen. „Wir haben 90 Minuten investiert und uns in der zweiten Halbzeit belohnt. Wir hatten die ganz klaren Chancen“, sagte BSV-Spielertrainer Dimitrios Kalpakidis.

Donnerstag, 24. Mai, sollten sich LSV-Fans im Kalender markieren. Dortmunds Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski bestätigte am Abend, dass dann ein Spiel zwischen den beiden ausgeschiedenen Halbfinalisten stattfindet.

Vorsorgliches Qualifikationsspiel

Der Grund: Der Sieger des Kreispokals ist für den Westfalenpokal qualifiziert. Favorit ASC 09 Dortmund kommt mindestens unter die ersten Sechs der Oberliga, ist somit bereits für den Wettbewerb qualifiziert und reicht das Ticket aus dem Finalspiel weiter an Schüren. Sollten die Schürener aber Landesliga-Meister werden, hätten sie das Ticket doppelt gelöst – denn auch alle Meister nehmen am Westfalenpokal teil.

Der Sieger der Begegnung zwischen dem LSV und dem SV Brackel spielt also kommende Saison im Westfalenpokal, wenn Schüren sich als Landesliga-Meister das doppelte Startrecht für den Westfalenpokal sichert. Der LSV hat Heimrecht. Ob Rechtsverteidiger Ali Bozlar dann dabei ist, dürfte fraglich sein. Er verletzte sich nach einem Foul am Knöchel. Eine Diagnose steht noch aus.

LSV: Fischer - Bozlar (60. Uzun), Malcherek, Akyüz, Drees, Elitok, Asante (66. Büyükdere), Sekulic, Acar, Cabuk (20. Yildiz), Pfennigstorf
Tor: 0:1 El Moudni (78.)